Limburg: Polizeipräsident spricht über Sicherheitslage in der Stadt
In Limburg (Hessen) wird aktuell viel darüber gestritten, ob man sich auf den Straßen noch sicher fühlen kann. Deshalb ist Polizeipräsident Björn Gutzeit persönlich in die Stadt gereist. Er wollte wissen, was die Menschen dort bewegt, und hat sich mit Bürgern, Politikern und seinen eigenen Beamten unterhalten. Am Dienstagabend war er in der Magistratssitzung der Stadt und am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung, um alle Fragen direkt zu beantworten. Begleitet wurde er dabei von Mona Mai, der Leiterin der Polizeidirektion Limburg-Weilburg.
Der Polizeipräsident betont, dass Limburg eine sichere Stadt sei. Die Zahlen belegen das aus seiner Sicht: Die Straßenkriminalität sei im letzten Jahr gleich geblieben und die Gewaltkriminalität sei sogar gesunken. Zudem konnten mehr Fälle aufgeklärt werden – die Quote stieg von 61,4 Prozent auf 64,1 Prozent. Trotz dieser Zahlen gibt es viele Menschen, die sich subjektiv nicht sicher fühlen. Genau hier setzt Gutzeit an: Er möchte die Sorgen der Leute ernst nehmen und erklären, warum die Polizei bestimmte Entscheidungen trifft.
Ein großes Thema ist die Personalstärke. Viele befürchteten wohl, dass Stellen gestrichen wurden. Das bestreitet der Polizeipräsident. Im Gegenteil: Seit August 2024 gibt es im Schichtdienst der Polizeistation Limburg zu Stoßzeiten sogar eine zusätzliche Streife. Außerdem wird ein weiterer Schutzmann speziell für die Stadt Limburg eingesetzt. Auch der Polizeiposten am Bahnhof soll dafür sorgen, dass mehr Beamte in der Innenstadt und am Bahnhof sichtbar präsent sind. Wenn es brennt, können zudem Kräfte aus dem Hessischen Polizeipräsidium Einsatz oder der Kriminaldirektion aushelfen.
Einige Veränderungen gibt es durch das landesweite Projekt „P25“. Dabei wurde die Kriminalitätsbekämpfung neu geordnet und Aufgaben zentralisiert. Ein Beispiel ist der neue zentrale Kriminaldauerdienst, der rund um die Uhr Tatorte sichert. Gutzeit stellt klar, dass durch diese Umstellung keine Stellen im Streifendienst verloren gingen. Die Präsenz auf der Straße bleibt also erhalten.
Um den Kontakt zu den Bürgern zu verbessern, setzt die Polizei auf neue Wege. Es gibt mehr Schutzfrauen und Schutzmänner vor Ort. Zudem soll es Formate wie „Coffee with a Cop“ geben, bei denen man ganz locker mit den Beamten ins Gespräch kommt. Zusammen mit der Stadt Limburg läuft außerdem das Programm „KOMPASS“. Dazu gehören die Videoüberwachung, die Waffenverbotszone und gezielte Kontrollen bei der Strategie „Sicheres Limburg“. Auch gegen Jugendbanden wird in speziellen Arbeitsgruppen vorgegangen.
Polizeipräsident Gutzeit will den Dialog mit den Menschen in Limburg fortsetzen, um dort zu handeln, wo es nötig ist.
Quelle: PD Limburg-Weilburg - Polizeipräsidium Westhessen – zur Originalmeldung