Lengenwang: Wasser-Notverbund nach Krise endlich in Betrieb
In Lengenwang (Landkreis Ostallgäu) war die Lage in den letzten Tagen extrem angespannt. Ein Gewitterschaden an der Grundwasser-Entnahmestelle am Vereinestadel hatte die Wasserversorgung der Gemeinde in eine existenzielle Krise gestürzt. Die Bewohner mussten dringend sparen, damit der Brunnen nicht komplett trockenfällt.
Um die Menschen zu versorgen, wurden zunächst Tanklastwagen aus dem Wasserwerk Marktoberdorf eingesetzt. Da die Zufahrt zum Tiefbehälter in Albisried für große Fahrzeuge zu schwierig war, halfen die Freiwillige Feuerwehr und örtliche Firmen. Sie bauten schnell eine provisorische Leitung vom Ort zum Behälter, damit das Wasser überhaupt in das Netz pumpen konnte.
Parallel dazu wurde an einer dauerhafteren Lösung gearbeitet. Im Ortsteil Sigratsbold wurde eine Notleitung Richtung Marktoberdorf gebaut. Am 17. Juni 2026 ging dieser Wasser-Notverbund gegen 13:30 Uhr nach drei Versuchen im Probebetrieb endlich in Betrieb. Damit wird nun Trink- und Brauchwasser aus Marktoberdorf direkt in das Netz von Lengenwang eingespeist.
Doch der Erfolg war zunächst nicht vollständig. Am Morgen des 17. Juli zeigte sich im Echtbetrieb, dass im Hochbehälter noch ein bauliches Hindernis bestand. Um dieses zu beheben, musste das Wasser am selben Tag zwischen 09:00 und 10:00 Uhr noch einmal abgesperrt werden, sobald das passende Ersatzteil geliefert wurde.
Auch wenn die Lage nun entspannter ist, warnt die Gemeinde weiterhin. Die Bürger sollen trotzdem sparsam mit dem Wasser umgehen. Zudem beginnt ab dem kommenden Montag eine beauftragte Firma mit der Lecksuche im Ortsbereich, um weitere Probleme in den Leitungen zu finden. Die Grundwasser-Entnahmestelle am Vereinestadel ist nach dem Gewitterschaden wieder zu den gewohnten Zeiten in Betrieb.
Quelle: Lengenwang – zur Originalmeldung