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Lengenwang kämpft gegen Wassernotstand

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Die Gemeinde warnt vor einem Komplettausfall der Wasserversorgung. Die Bürger sollen dringend sparen, damit die Pumpen nicht leerlaufen.

In Lengenwang (Landkreis Ostallgäu, Bayern) ist die Lage kritisch. Weil es kaum regnet, ist der Pegel des Gemeindebrunnens auf einen besorgniserregenden Tiefstand gesunken. Das Wasser wird täglich weniger. Wenn es nicht bald ordentlich regnet, drohen die Pumpen leerzulaufen. Das würde bedeuten, dass aus den Leitungen gar kein Wasser mehr kommt und die Menschen es mühsam an zentralen Sammelstellen abholen müssten.

Um diesen Worst-Case zu verhindern, hat die Gemeinde bereits Notmaßnahmen gestartet. Seit dem 10. Juli 2026 reicht der eigene Brunnen nicht mehr aus. Deshalb wird rund um die Uhr Trinkwasser von den Stadtwerken Marktoberdorf mit Tankwagen angeliefert und in die Anlage eingespeist. Die Bewohner müssen mit zwei Folgen rechnen: Der Wasserdruck in den Leitungen ist deutlich niedriger. Zudem wurde eine Chlorung zugeschaltet, um Keime zu verhindern. Das Wasser könnte deshalb etwas anders schmecken, ist aber gesundheitlich unbedenklich.

Parallel wird an einer dauerhafteren Lösung gearbeitet. Ein Notverbund mit der Stadt Marktoberdorf über Sigratsbold wird gerade gebaut. Die Leitungen und Stromanschlüsse werden verlegt. Die Gemeinde hofft, dass diese Verbindung bis zum 17. Juli fertig ist, damit Wasser in den Hochbehälter westlich von Albisried gepumpt werden kann und der eigene Brunnen entlastet wird.

Für Brauchwasser gibt es eine Alternative: An der Außenlengenwanger Straße, beim Vereinestadel am TSV-Sportgelände, wurde ein Entnahmebrunnen hergerichtet. Besonders Landwirte sollen ihr Wasser für die Viehtränke ab Montag, 13. Juli, dort kostenfrei holen. Wer das möchte, muss sich vorher telefonisch bei Wasserwart Markus Grotz unter 0151 / 10865502 anmelden. Die Entnahme ist voraussichtlich vormittags möglich.

Die Gemeinde bittet alle Bewohner, extrem sparsam mit dem Wasser umzugehen. Auf das Gießen von Rasen und Gärten sowie das Füllen von Pools sollte verzichtet werden. Auch Gülle darf nicht mehr mit Trinkwasser vermischt werden. Auf dem Friedhof wird ein Behälter für die dringendste Bewässerung der Gräber aufgestellt, die öffentliche Toilette dort bleibt jedoch geschlossen.

Über die weitere Entwicklung und eine mögliche Entwarnung informiert die Gemeinde auf ihrer Webseite lengenwang.de.

Quelle: Lengenwang – zur Originalmeldung

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