Lemgo setzt auf Biogas von regionalen Landwirten
In Lemgo (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) gibt es einen neuen Plan für die Strom- und Wärmeerzeugung. Die Stadtwerke haben sich mit den Betrieben Vollgas Bioenergie GmbH & Co. KG sowie der Biogas Hölsen GmbH & Co. KG geeinigt. Die Landwirte liefern künftig ihr Biogas an die Stadtwerke, damit weniger fossiles Erdgas verbraucht wird.
Das Ganze ist eine gegenseitige Hilfe. Die Landwirte haben ein Problem: Bei vielen Anlagen läuft die staatliche Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bald aus. Das bedeutet weniger Geld bei gleichzeitig strengeren Regeln. Durch den Vertrag mit den Stadtwerken finden die Betriebe eine neue Perspektive für ihre Anlagen.
Die Stadtwerke nutzen das Biogas vor allem im Winter. Wind und Sonne liefern nicht immer dann Strom, wenn er gebraucht wird. Biogas lässt sich hingegen speichern und genau dann einsetzen, wenn es windstill ist oder die Heizperiode beginnt. Bis zum Jahr 2030 soll die Menge des gelieferten Gases auf bis zu 47 Millionen Kilowattstunden ansteigen.
Damit das klappt, muss jetzt gebaut werden. In Lemgo-Lieme entsteht eine gemeinsame Übergabestation. Von dort aus fließt das Gas über eine neue Leitung zum Heizkraftwerk-West. Dort bauen die Stadtwerke einen Speicher mit einem Fassungsvermögen von rund 40.000 Kubikmetern. Außerdem werden zwei Blockheizkraftwerke modernisiert, damit sie mit Biogas statt mit Erdgas laufen können.
Wenn alles nach Plan läuft, soll das erste regionale Biogas im vierten Quartal 2027 in den Blockheizkraftwerken genutzt werden. Damit will die Stadt unabhängiger von globalen Energie-Krisen werden.
Quelle: Lemgo – zur Originalmeldung