Leimen: Keine Straßensperrung beim Schulhof der Turmschule
An der Turmschule in Leimen (Rheinland-Pfalz) gibt es Streit um die Sicherheit der Kinder. Viele Eltern forderten, dass die Rathausstraße während der Pausen zweimal täglich für jeweils 20 Minuten gesperrt wird. In einer Gemeinderatssitzung wurde dies nun diskutiert, doch ein solcher Plan wird nicht umgesetzt.
Zuerst gab es ein rechtliches Problem: Der Gemeinderat darf eine Straßensperrung gar nicht offiziell beschließen. Das liegt in der Zuständigkeit der Verkehrsbehörde. Ein sogenannter Hilfsantrag, mit dem der Rat seine Meinung hätte äußern können, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.
Die Stadt warnt zudem vor den Gefahren einer kurzen Sperrung. Wenn die Straße nur für kurze Zeit zum Pausenhof wird, könnten die Kinder das echte Risiko des Verkehrs nicht mehr richtig einschätzen. Zudem könnten Autos die Absperrungen übersehen oder einfach durchbrechen. Betroffen wären bei einer Sperrung auch Anwohner der Turmgasse, Firmen vor Ort und eine wichtige Buslinie, die auf den Berg fährt.
Da es auf dem Schulhof wegen einer Baustelle eng ist, hat die Stadt Ersatzflächen organisiert. Die Kinder der ersten Klassen dürfen zum Beispiel die Außenflächen des Elisabeth-Ding-Kindergartens mitnutzen. Die Verwaltung betont, dass jeder Schüler genug Platz zum Bewegen hat.
Um die Sicherheit trotzdem zu erhöhen, gibt es bereits neue Maßnahmen. Zwei zusätzliche Kräfte unterstützen die Lehrer bei der Aufsicht. Außerdem helfen Mitarbeiter vom Ordnungsamt und dem Gemeindevollzugsdienst beim Überqueren der Rathausstraße. Im Straßenraum stehen nun auffällige Warnfiguren, damit die Autofahrer vorsichtiger fahren.
Die Baustelle an der Schule startete im Juni 2026. Aktuell wird das alte Fundament der ehemaligen Sporthalle abgerissen. Dabei wurde Asbest im Boden gefunden, der nun fachgerecht entsorgt wird. Die Stadt sagt, dass die Kinder dadurch nicht gefährdet sind. Wenn alles nach Plan läuft, ist der neue, moderne Schulhof im Frühjahr 2028 fertig.
Quelle: Leimen – zur Originalmeldung