Landsberg am Lech plant neues Wohnquartier Pfettenstraße
In Landsberg am Lech (Landkreis Landsberg, Bayern) wird ein neues Wohngebiet nördlich der Pfettenstraße geplant. Die Stadt ist Teil eines speziellen Förderprojekts des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Unter dem Namen „Landstadt Bayern“ sollen hier innovative Ideen für die Stadtentwicklung ausprobiert werden. Dabei geht es vor allem darum, die Vorteile von Stadt und Land geschickt zu verbinden.
Das geplante Quartier erstreckt sich über eine Fläche von 4,4 Hektar. Momentan wird das Gelände größtenteils landwirtschaftlich genutzt. Im Nordwesten und Nordosten gibt es dort einen Bolzplatz sowie Spielplätze für Kinder. Eine Besonderheit ist die Lage: Im Norden stehen bereits Reihenhäuser und Wohnungen, während im Süden die Justizvollzugsanstalt (JVA) angrenzt. Die Planer müssen also genau darauf achten, wie das neue Viertel mit der Nachbarschaft zur JVA zusammenpasst.
Das Ziel ist ein innerstädtisches Wohnquartier, in dem Menschen aller Altersgruppen gut zusammenleben können. Es sollen neue Wohnformen entstehen, die die Nachbarschaft stärken. Außerdem spielen moderne Mobilitätskonzepte, die Digitalisierung sowie der Klimaschutz eine große Rolle. Die Stadt bekommt für dieses Vorhaben nicht nur Geld, sondern auch fachliche Beratung von Experten.
Um den besten Plan zu finden, gab es einen Wettbewerb. Drei Architekturbüros landeten auf den vorderen Plätzen und mussten ihre Entwürfe überarbeiten. Dabei flossen auch die Wünsche der Bürger aus einer Online-Beteiligung und einer Bürgerwerkstatt vom Juli 2023 ein. Ein Preisgericht aus Stadträten und Architekten hat die Pläne geprüft und eine Entscheidung getroffen.
Als Siegerentwurf wurde der „Lechanger“ ausgewählt. Er stammt vom Büro LIA collective zusammen mit den Landschaftsarchitekten Studio Audal und Superworld. Am 9. März 2024 fand bereits ein „Wohntreff“ mit der Eröffnung einer Ausstellung statt, bei der die Öffentlichkeit die Entwürfe sehen konnte.
Wie es nun konkret mit dem Baustart und der Umsetzung des Siegerentwurfs weitergeht, ist noch offen.