Greifenberg: Bürger schlagen Projekte für das Dorf vor
In Greifenberg (Landkreis Landsberg am Lech) haben die Bürger im Jahr 2021 eine Liste mit Wünschen und Projektideen zusammengestellt. Die Vorschläge reichen von kleinen Verbesserungen im Alltag bis hin zu größeren Bauvorhaben für die Gemeinschaft.
Einige Ideen zielen vor allem auf die Kinder und die Freizeit ab. So wünscht sich eine Familie ein Baumhaus mit mehreren Plattformen und einer Seilbahn, etwa in der Nähe der Windach. Auch ein Kneippbecken oder ein Wasserspielplatz sollen den Ort attraktiver machen. Für Sportbegeisterte gibt es den Plan, einen neuen Basketballkorb auf dem Stockschießplatz zu installieren oder eine Boule-Bahn direkt am Rathaus zu bauen. Letztere soll ein Ort der Begegnung werden, an dem man auf Bänken sitzen und den Blick auf die Berge und das Schloss genießen kann.
Auch der Umweltschutz und die Natur spielen eine große Rolle. Es gibt Vorschläge, mehr Blumenzwiebeln auf öffentlichen Flächen zu pflanzen, damit das Dorf im Frühjahr bunter wird. Zudem sollen Nistkästen für Vögel, Fledermauskästen und Insektenhotels angebracht werden, um mehr Lebensraum für Tiere zu schaffen. Ein weiteres Projekt sieht vor, die Lindenallee entlang der Schondorfer Straße um etwa 170 Meter zu verlängern und elf neue Linden zu pflanzen, was auch für mehr Schatten im Sommer sorgen würde.
Einige Bürger sehen jedoch dringenden Handlungsbedarf bei der Sicherheit und Sauberkeit. So wird gefordert, mehr Mülleimer an Bushaltestellen und am Sportplatz aufzustellen. Im Ortsteil Beuern gibt es zudem zwei Anliegen: Einerseits sollen Schilder die Autofahrer bitten, leiser aus dem Ort herauszufahren. Andererseits sollen bunte Plakate die Pendler darauf aufmerksam machen, dass sie durch ein Dorf fahren, in dem Kinder und Senioren die Straße überqueren.
Für die Gemeinschaft sind außerdem ein zweimal jährlich stattfindender Flohmarkt im Ortskern sowie ein Tauschplatz für gut erhaltene Dinge beim Wertstoffhof geplant. Die Kosten für die einzelnen Projekte variieren stark und reichen von etwa 350 Euro für Lärmschutzschilder bis zu über 7.500 Euro für das Baumhaus.
Ob und wann diese Ideen tatsächlich umgesetzt werden, liegt in der Entscheidung der Gemeinde. Die Liste dient vorerst als Inspiration für die weitere Entwicklung des Ortes.