Landratsamt Rosenheim führt digitalen Bauantrag ein
Wer im Landkreis Rosenheim (Oberbayern) bauen will, muss künftig nicht mehr zwingend zum Amt fahren. Seit dem 1. November 2023 können Bauanträge digital eingereicht werden. Die Antragsteller nutzen dafür ein Online-Formular und können ihre Pläne direkt am Computer anhängen. Das System gibt beim Ausfüllen Hilfestellungen und zeigt an, welche Unterlagen noch fehlen. So sollen die Anträge vollständiger ankommen und schneller bearbeitet werden.
Damit das funktioniert, müssen sich die Nutzer ausweisen. Das geht über die BayernID oder ein Unternehmenskonto auf ELSTER-Basis. Wer lieber auf Papier setzt, kann das weiterhin tun. Aber auch hier gibt es eine Änderung: Anträge werden nun direkt beim Landratsamt abgegeben und nicht mehr über den Umweg der Gemeinde. Das spart Zeit, weil die Bauherren nicht mehr auf die nächste Gemeinderatssitzung warten müssen. Die Unterlagen werden im Amt gescannt und dann digital bearbeitet.
Es gibt jedoch Ausnahmen. Bei der Genehmigungsfreistellung, isolierten Befreiungen oder Abweichungen von gemeindlichen Bebauungsplänen bleibt die Gemeinde in Papierform weiterhin zuständig. Für die erste Beratung sind die Gemeinden ohnehin der erste Ansprechpartner und müssen auch im digitalen Prozess ihr Einverständnis geben.
Im letzten Jahr wurden im Landratsamt Rosenheim 1.651 Bauanträge bearbeitet. Mit dem neuen System möchte die Verwaltung die Abläufe moderner gestalten. Das Projekt ist Teil eines bayerischen Plans, den digitalen Bauantrag flächendeckend einzuführen. Bisher nutzen bereits 61 Städte und Landratsämter in Bayern dieses System.
Wer Fragen zum digitalen Antrag hat, kann sich an Frau Bruhnke unter der Durchwahl -3121 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Landratsamtes unter www.landkreis-rosenheim.de.
Quelle: Amerang – zur Originalmeldung