Feldkirchen-Westerham: Kommunalwahl kostete rund 85.000 Euro
In Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) war die Kommunalwahl 2026 ein riesiger Kraftakt für die Verwaltung und viele Helfer. Die Vorbereitungen starteten bereits im August 2025. In den Monaten danach mussten Wahlvorschläge geprüft, Wahllokale vorbereitet und die Helfer eingeteilt werden.
Besonders die Briefwahl war sehr beliebt, was die Arbeit im Rathaus zusätzlich erhöhte. Da bei der Landratswahl kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, gab es am 22. März 2026 sogar noch eine Stichwahl. Das bedeutete für die Gemeinde einen extra organisatorischen Aufwand, da alles sehr kurzfristig vorbereitet werden musste.
Am Hauptwahltag waren 191 ehrenamtliche Wahlhelfer und 44 Gemeindemitarbeiter im Einsatz. Manche mussten bis tief in die Nacht arbeiten; erst um 1.45 Uhr morgens waren alle Aufgaben erledigt. Auch bei der Stichwahl halfen 150 Leute mit. Weil einige Ehrenamtliche kurzfristig absagten, mussten die Mitarbeiter der Verwaltung erneut einspringen.
Dieser gesamte Aufwand kostete die Gemeinde Geld. Für die Technik, das Porto, die Datenverarbeitung, organisatorische Dinge und Erfrischungsgetränke für die Helfer entstanden Kosten von insgesamt rund 85.000 Euro. Ein Teil dieser Summe wird vermutlich vom Freistaat oder dem Landratsamt zurückerstattet, der Großteil bleibt jedoch an der Gemeinde hängen.
Die Rechtsaufsicht des Landratsamtes Rosenheim hat die Wahl mittlerweile geprüft. Es gab keine Beanstandungen, und das Ergebnis wurde offiziell bestätigt. Die Gemeinde bedankt sich nun bei der Wahlleiterin Magdalena Reitmeyer, dem Team im Rathaus, dem Bauhof und vor allem bei den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz.