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Landrat prüft Zustand des Ebersberger Forsts

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Hitze und Trockenheit setzen dem Wald im Landkreis Ebersberg schwer zu. Landrat Robert Niedergesäß hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

Landrat Robert Niedergesäß ist gemeinsam mit den Chefs der Bayerischen Staatsforsten durch den Ebersberger Forst (Landkreis Ebersberg, Oberbayern) gewandert. Bei dem jährlichen Rundgang ging es vor allem darum, wie der Wald mit der extremen Sommerhitze zurechtkommt und wie er für die Zukunft fit gemacht wird.

Die Lage im Wald ist ernst. Die Böden sind teilweise bis zu zwei Meter tief ausgetrocknet. Das hat schlimme Folgen: Viele Bäume hören auf zu wachsen oder werfen ihre Blätter schon viel zu früh ab. Besonders hart traf es die jungen Pflanzen. Vom letzten Jahr wurden rund 150.000 Bäume in den Bereichen Ebersberg und Wasserburg gepflanzt. Fast die Hälfte davon ist bereits eingegangen, weil es zu trocken war.

Um den Wald widerstandsfähiger zu machen, wird er derzeit umgebaut. Ziel ist ein Mischwald mit verschiedenen Baumarten, damit nicht alles auf einmal stirbt, wenn eine Art krank wird oder die Hitze zu stark ist. Ein Beispiel dafür sind neue Eichen. Diese brauchen viel Licht, weshalb einige Flächen im Forst momentan recht kahl aussehen. Aktuell gibt es im Ebersberger Forst weniger als ein Prozent Eichen – das soll sich ändern.

Ein Lichtblick ist der Borkenkäfer. Obwohl die Trockenheit den Käfern eigentlich hilft, gibt es im Jahr 2026 vergleichsweise wenig Befall. Die Forstleute führen das auf die konsequente Bekämpfung der letzten Jahre zurück.

Auch der Naturschutz spielt eine Rolle. Am Antoniweiher, dem größten Gewässer im Forst, wurde gezeigt, wie wichtig solche Feuchtgebiete für Insekten und Fledermäuse sind. Die Staatsforsten wollen mehr solcher Flächen schaffen, auch wenn das in der Region wegen des Bodens aufwendig ist.

Zuletzt ging es um die Zukunft des Forsthauses Diana. Das alte Gebäude soll wiederbelebt werden. Es könnte ein Ort für Schulklassen, Firmen oder Feuerwehren werden. Die Staatsforsten würden die Hülle des Hauses instand setzen. Ein Pächter müsste sich dann um den Innenausbau und den Betrieb kümmern.

Quelle: Landkreis Ebersberg – zur Originalmeldung

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