Landrat besucht Rundfunkmuseum in Werben
In der kleinsten Hansestadt der Altmark, Werben (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt), gibt es einen besonderen Ort für Technik-Fans. In der Räbelschen Straße steht ein markantes Gebäude aus dem Jahr 1908. Früher war es ein Elektrizitätswerk, heute ist es das private Rundfunkmuseum von Rüdiger Haase. Landrat Patrick Puhlmann hat das Museum im Zuge seiner Sommertour besucht und sich die Exponate angesehen.
Der Besitzer Rüdiger Haase hat früher in Seehausen und Osterburg im Handel mit dieser Technik gearbeitet. Als er in den Ruhestand ging, wollte er das alte Gebäude in seiner Nachbarschaft nicht verfallen lassen. Deshalb eröffnete er dort im Jahr 2015 sein Museum. Er hat mehr als 1.000 Stücke gesammelt. Dazu gehören alte Radioempfänger, Grammophone, Plattenspieler und Tonbandgeräte.
Besonders viele Geräte aus der DDR-Zeit sind zu sehen. Besucher finden dort Radios, Fernseher und Musiktruhen, die viele Menschen aus dem Osten noch aus ihrem Alltag kennen. Herr Haase führt die Besucher persönlich durch die Räume. Er erzählt zu jedem Gerät eine Geschichte, zum Beispiel zum ersten Fernseher der DDR oder zu Senderöhren aus dem Funkturm in Dequede. Viele der alten Geräte funktionieren heute noch und können vorgespielt werden.
Das Museum ist kein staatlicher Betrieb, sondern wird von Herrn Haase ehrenamtlich betrieben. Es gibt keinen festen Eintrittspreis, die Besucher können stattdessen eine Spende hinterlassen. Wer das Museum sehen möchte, kann entweder am Tag des offenen Denkmals kommen oder einfach klingeln. Wenn der Besitzer da ist, lässt er die Gäste rein.
Landrat Patrick Puhlmann lobte das Engagement von Rüdiger Haase und trug sich in das Gästebuch ein. Er betonte, dass das Museum ein wichtiges touristisches Ziel für Werben sei und die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt gut ergänze.