Landrat besucht Metallwerk in Berg
In Berg (Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz) werden täglich riesige Mengen an Sicherheitselementen für die Industrie gefertigt. Zwischen 80.000 und 100.000 Spannringe verlassen jeden Tag das Werk der August Berger Metallwarenfabrik. Diese Ringe sorgen dafür, dass Fässer in der Chemie- oder Pharmabranche sicher verschlossen bleiben. Tatsächlich stammen wohl 85 Prozent aller solcher Ringe in Europa aus diesem Betrieb.
Landrat Martin Brandl besuchte gemeinsam mit einer Delegation das Unternehmen. Managing Director Michael Krug führte die Gruppe durch die Hallen und erklärte den Erfolg. Die Firma startete 1950 in Landau und zog 1956 nach Berg um. Heute gehört sie zur Ringmetall SE Gruppe. Das Werk in Berg ist die größte Fertigung der gesamten Gruppe weltweit. Insgesamt bietet die Firma über 4.000 verschiedene Typen an, da die Anforderungen der Kunden weltweit sehr unterschiedlich sind.
Besonders wichtig ist die Qualität, da oft Gefahrgut transportiert wird. Die Firma kann eine sehr niedrige Reklamationsquote von unter 0,02 Prozent vorweisen. Das Unternehmen will sich weiterentwickeln und liefert mittlerweile nicht mehr nur Ringe, sondern komplette Systeme für Fassköpfe, inklusive Deckeln und Dichtungen. Auch neue Rohrverbindungen werden produziert, um weitere Märkte zu erschließen.
Für die Zukunft plant die Firma großes Wachstum und investiert Millionen in den Standort Berg und die Region. Eine neue Lagerhalle wird bereits gebaut. Zudem soll die Verwaltung in das alte Faurecia-Gebäude im Nachbarort Hagenbach ziehen. Gleichzeitig wird die Produktion immer mehr automatisiert. Aktuell arbeiten 130 Menschen im Zweischichtsystem im Werk. Durch die Expansion werden jedoch immer mehr Fachkräfte in der Metallverarbeitung gesucht.
Am Ende des Besuchs sprachen die Unternehmensleitung und die Delegation über die Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und der Verwaltung. Ziel ist es, die Vernetzung in der Südpfalz zu verbessern, damit die Region wettbewerbsfähig bleibt.