Landkreis Germersheim warnt vor gefährlichen Tigermücken
Viele Menschen kommen gerade aus dem Urlaub in tropischen oder subtropischen Gebieten zurück in den Landkreis Germersheim (Rheinland-Pfalz). Dabei besteht eine Gefahr: Die Asiatische Tigermücke. Diese Mücke ist zwar nicht von sich aus krank, kann aber Viren wie Dengue, Zika oder das West-Nil-Virus übertragen. Wenn eine Mücke einen Urlauber sticht, der sich im Ausland infiziert hat, nimmt sie die Viren auf und gibt sie bei weiteren Stichen an andere Menschen in der Heimat weiter.
In Germersheim ist die Lage bereits ernst. Bei einer Begehung vor Ort fanden Experten einen so heftigen Befall, dass sich kaum noch jemand im Freien aufhalten konnte. In Sickerschächten wurden riesige Mengen an Larven entdeckt. Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS e. V.) hat zwar Maßnahmen eingeleitet, kann aber nicht jedes private Grundstück kontrollieren.
Die Gefahr ist real. In Rheinland-Pfalz gab es 2026 bereits den ersten Fall von West-Nil-Virus bei einer Person, die gar nicht im Ausland war. Das bedeutet, dass die Viren bereits durch heimische Mücken übertragen werden.
Das Robert Koch-Institut rät deshalb allen Rückkehrern aus Risikogebieten: Schützen Sie sich in den ersten 14 Tagen nach der Reise konsequent vor Stichen, auch wenn Sie sich gesund fühlen. Helfen tun helle, lange Kleidung oder Sprays gegen Insekten. Wer Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen oder einen Hautausschlag bekommt, sollte sofort zum Arzt gehen und berichten, wo er im Urlaub war.
Landrat Martin Brandl und die Kreisbeigeordnete Anette Kloos fordern nun die Hilfe der Bürger. Die Mücken brüten in jeder kleinen Wasseransammlung. Wer Regentonnen, Blumenuntersetzer, verstopfte Dachrinnen oder Sickerschächte leert oder reinigt, nimmt den Tieren die Brutstätten und schützt so die gesamte Gemeinschaft.
Weitere Informationen gibt es unter www.kreis-germersheim.de/tigermücke.