Landkreis Würzburg plant Umstieg auf 100 Prozent Ökostrom
Der Kreistag im Landkreis Würzburg (Bayern) hat einen Plan für die Zukunft beschlossen. In einer Resolution vom 24. Juli 2023 hat sich der Landkreis verpflichtet, alles zu tun, um die Energieversorgung komplett auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Das Ziel ist klar: Der CO2-Ausstoß soll deutlich sinken.
Besonders die Verwaltung will eine Vorbildfunktion übernehmen. Bis zum Jahr 2030 soll die Landkreisverwaltung CO2-neutral sein. Das betrifft nicht nur die Heizung und den Strom in den Gebäuden, sondern auch die Autos der Behörde und die Art und Weise, wie eingekauft wird.
Um das zu schaffen, setzt der Landkreis auf drei Säulen: Weniger Energie verbrauchen, die Technik effizienter machen und mehr Wind-, Sonnen- und Wasserkraft sowie Biomasse und Geothermie nutzen. Die Behörden wollen dabei eng mit den Gemeinden zusammenarbeiten und auch die Bürger einbeziehen, etwa durch Beteiligungsmodelle bei neuen Anlagen.
Neben der Energie spielt auch der Verkehr eine große Rolle. Der Landkreis will den Ausbau von Radwegen koordinieren und finanziell unterstützen. Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) ausgebaut und die Ticketpreise fair gestaltet werden. Auch die Mainschleifenbahn und Park-and-Ride-Plätze sollen gefördert werden, damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen. Zudem wird die E-Mobilität vorangetrieben.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Da Hitzeperioden und Starkregen zunehmen, arbeitet der Landkreis mit den Gemeinden an einem besseren Grundwasserschutz. Das Speichern von Regenwasser und sparsamer Umgang mit Trinkwasser haben dabei höchste Priorität.
Damit die Pläne nicht nur auf dem Papier stehen, gibt es nun einen eigenen Fachbereich für Klimaschutz, Energiewende und Mobilität, der die Umsetzung kontrolliert und begleitet.