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Landkreis Trier-Saarburg investiert Millionen in Katastrophenschutz

Copyright und Urheber siehe Landkreis Trier-Saarburg

Neue Fahrzeuge, moderne Technik und ein neues Zentrum im Kreishaus sollen die Rettungskräfte besser ausrüsten. Der Kreis reagiert damit auf die Lehren aus der Flutkatastrophe vor fünf Jahren.

Die Flutkatastrophe vor gut fünf Jahren hat im Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz) gezeigt, wo es hakt. Seit dem Sommer 2021 hat der Kreis deshalb über sechs Millionen Euro in die Hand genommen, um den Katastrophenschutz aufzurüsten. Landrat Stefan Metzdorf und die Verantwortlichen vom Brand- und Katastrophenschutz stellten die Neuerungen nun im Kreishaus vor.

Konkret wurden drei neue Löschgruppenfahrzeuge vom Typ LF20 KatS in Dienst gestellt. Außerdem gibt es ein neues Wechselladerfahrzeug und verschiedene Abrollbehälter. Diese werden je nach Bedarf für die Logistik, als Tank oder für eine mobile Anlage zum Füllen von Sandsäcken genutzt. In Zukunft sollen weitere Wagen dazukommen, unter anderem neue Einsatzleitwagen für die Technische Einsatzleitung und den Gefahrstoffzug.

Nicht nur das Material wird erneuert, auch die Organisation ändert sich. Die Einheiten arbeiten nun in drei Planbereichen, in denen jeweils zwei Verbandsgemeinden zusammenarbeiten. Das sorgt dafür, dass es immer eine Ausweichmöglichkeit gibt, wenn eine Einheit besetzt ist. Zudem wurden die Alarmpläne überarbeitet, besonders für den Fall von Waldbränden oder bei der Warnung der Bevölkerung.

Ein großes Projekt läuft derzeit im Kreishaus in Trier: Dort wird ein neues Führungs- und Lagezentrum (FLZ) gebaut. Der Kreis investiert dafür einen Betrag im niedrigen siebenstelligen Bereich. Das Zentrum soll das modernste seiner Art in ganz Rheinland-Pfalz werden. Da es fest im Gebäude eingebaut ist, können die Einsatzkräfte im Ernstfall schneller starten.

Das Herzstück ist eine neue Software. Mit ihr können die Verbandsgemeinden ihre Einsätze steuern, während der Landkreis bei großen Katastrophen den Überblick über das gesamte Gebiet behält. So lässt sich schneller erkennen, wo Hilfe gebraucht wird. Da das Zentrum direkt beim Verwaltungsstab liegt, sollen die Abstimmungen im Einsatzfall schneller gehen.

Für die nächsten Jahre plant der Kreis weitere Verbesserungen. Aktuell wird an einem Bedarfsplan gearbeitet, der genau festlegt, was noch fehlt. Dieser Plan wird gemeinsam mit den Feuerwehren der Verbandsgemeinden entwickelt.

Quelle: Landkreis Trier-Saarburg – zur Originalmeldung

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