Demenzzentrum Trier feiert 20-jähriges Jubiläum
Im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses in Trier kam es zu einer besonderen Feier. Rund 200 Gäste waren eingeladen, um das 20-jährige Bestehen des Demenzzentrums zu würdigen. Den Start machte ein Chor aus etwa 30 Menschen, bei denen sowohl Gesunde als auch Demenzkranke gemeinsam ein Friedenslied sangen und in den Saal einzogen.
Durch den Abend führten Uschi Wihr, die pädagogische Leiterin, und Prof. Dr. Matthias Maschke, der Chefarzt der Neurologie im Brüderkrankenhaus. Neben Musik gab es eine Diashow, die zeigte, was das Zentrum in den letzten zwei Jahrzehnten alles geleistet hat. Das Angebot ist breit gefächert: Es gibt Wanderungen, an denen regelmäßig 50 bis 70 Leute teilnehmen, Museumsbesuche, Sportangebote in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und sogar einen Buchclub namens „Fischers Maathes“.
Auch die Politik war vertreten. Unter anderem sprachen die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp und Triers Bürgermeisterin Britta Weizenegger Grußworte. Für den Landkreis Trier-Saarburg war die Kreisbeigeordnete Iris Molter-Abel dabei. Sie betonte, dass die Hilfe für Demenzkranke wegen der alternden Gesellschaft immer wichtiger wird und die Zusammenarbeit mit dem Zentrum ein verlässlicher Pfeiler für die Region sei.
Die Arbeit wird von vielen Helfern getragen. Aktuell engagieren sich rund 70 Ehrenamtliche im Zentrum. Finanziell wird die Einrichtung von Spendern unterstützt, darunter die Herbert und Veronika Reh Stiftung, der Rotary Club und der Olewiger Charity-Run e. V. Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie für beispielhafte Beschäftigung hat das Zentrum bereits Landespreise erhalten.
Zum Abschluss sang der Chor noch einmal ein Lied von Hildegard Knef, während rote Rosen durch den Saal regneten.