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Landkreis Rastatt: Trockenheit schadet jungen Wäldern

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Viele Bäume im Landkreis Rastatt verlieren bereits jetzt ihre Blätter. Das Forstamt warnt vor Schäden an Jungbäumen und einer Gefahr durch den Borkenkäfer.

Wer gerade durch die Wälder im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) spaziert, sieht ein ungewöhnliches Bild. Viele Baumkronen sind schon jetzt kahl oder verfärbt, obwohl der Herbst eigentlich noch nicht da ist. Dieser Trend hat bereits Anfang August begonnen.

Der Grund dafür ist die lange Trockenphase im Sommer. Die Bäume haben kaum Wasser bekommen und sind deshalb in einen Überlebensmodus geschaltet. Sie werfen ihre Blätter vorzeitig ab, um Wasser zu sparen und die Wurzeln zu schützen. Das sieht zwar schlimm aus, ist aber erst einmal eine natürliche Reaktion der Natur.

Besonders hart trifft es Buchen und Birken, die auf sandigen oder flachen Böden stehen. Dort versickert der Regen schnell und es bleibt kaum etwas im Boden. Vor allem die jungen Bäume leiden massiv. Da ihre Wurzeln noch klein sind, kommen sie nicht an das tiefe Wasser heran. Das führt dazu, dass in den jungen Waldbereichen viele Bäume beschädigt werden oder ganz ausfallen.

Das Forstamt beobachtet die Lage mit Sorge. Zwar treiben viele Bäume im nächsten Frühjahr wieder aus, aber der Stress schwächt sie. Wer über Jahre zu wenig Wasser bekommt, wird anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. In den Kronen sterben Äste ab, was das Risiko durch Totholz im Wald erhöht. Für die Forstleute bedeutet das deutlich mehr Arbeit.

Ein großes Problem sind die Nadelbäume, vor allem die Fichten. Wenn es auch im nächsten Jahr wieder zu trocken wird, haben es die Borkenkäfer leichter. Gesunde Fichten wehren die Käfer normalerweise mit Harz ab. Geschwächten Bäumen fehlt dieser Schutz. Zudem vermehren sich die Käfer bei Hitze und Trockenheit viel schneller.

Um den Wald fit für das Klima zu machen, arbeiten die Waldbesitzer und das Forstamt schon länger an einer Lösung. Sie bauen die Bestände um. Ziel ist es, artenreichere Mischwälder zu schaffen, die besser mit der Hitze klarkommen.

Quelle: Landkreis Rastatt – zur Originalmeldung

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