Landkreis Rastatt: Trockenheit schädigt junge Bäume
Schon seit Anfang August sieht es in den Wäldern im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) herbstlich aus. Viele Bäume haben ihre Blätter verloren oder die Kronen sind bereits verfärbt. Das liegt an der langen Trockenphase im Sommer. Wenn der Boden zu wenig Wasser bekommt, schalten die Bäume auf Sparflamme, um zu überleben. Sie werfen die Blätter ab, damit sie weniger Wasser verlieren und die Wurzeln geschützt bleiben.
Besonders hart trifft es Buchen und Birken, vor allem dort, wo der Boden sandig ist oder nur eine dünne Erdschicht hat. Dort versickert der Regen zu schnell. Ein großes Problem gibt es bei den Jungbäumen. Weil deren Wurzeln noch klein sind, kommen sie nicht an das tiefer liegende Wasser heran. Das führt dazu, dass in den jungen Waldbereichen viele Bäume beschädigt wurden oder ganz eingegangen sind.
Das Forstamt warnt, dass dieser Stress Folgen hat. Zwar treiben viele Bäume im nächsten Frühjahr wieder aus, aber sie werden insgesamt schwächer. Wer über Jahre zu wenig Wasser bekommt, wird anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. In den Kronen sterben dann Äste ab. Das sorgt für mehr Totholz im Wald, was gefährlich sein kann und den Forstleuten mehr Arbeit macht.
Mit Sorge blickt das Forstamt auf das Jahr 2027. Sollte es wieder so trocken bleiben, sind vor allem die Fichten in Gefahr. Geschwächte Fichten können keinen Harz mehr produzieren, mit dem sie normalerweise den Borkenkäfer abwehren. Bei Hitze vermehren sich die Käfer zudem schneller und bringen mehr Generationen pro Jahr hervor.
Um den Wald fit für das Klima zu machen, arbeiten die Waldbesitzer und das Forstamt bereits seit Jahren an einer Lösung. Sie bauen die Bestände um. Ziel ist es, artenreiche Mischwälder zu schaffen, die besser mit der Hitze klarkommen.