Landkreis Prignitz: Feuerwehrleute trainieren in Flammen-Container
Die Tür fällt ins Schloss und plötzlich ist es stockfinster. Nur das Leuchten der Flammen ist noch zu sehen, während die Hitze im Container schnell ansteigt. In dieser Situation müssen die Feuerwehrleute Ruhe bewahren und das Gelernte abrufen. Zum Glück ist das Ganze kein echter Brand, sondern ein Training auf dem Gelände des Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis Prignitz (Brandenburg).
Bis einschließlich 5. September 2026 nutzen insgesamt 150 Atemschutzträger und -trägerinnen der Freiwilligen Feuerwehren dieses Angebot. Die mobile Brandsimulationsanlage ist für diesen Zeitraum angemietet worden. Die Kreisfeuerwehrschule bietet dieses spezielle Training normalerweise alle zwei Jahre an. In diesem Durchgang haben alle Atemschutzkräfte aus der Prignitz teilgenommen.
Der Zeitplan ist straff: Die Anlage ist täglich acht Stunden im Einsatz. Jede Stunde gehen sechs Kameradinnen und Kameraden hinein. Es geht vor allem darum, ein Gefühl für die enorme Hitze zu bekommen und das richtige taktische Vorgehen unter realistischen Bedingungen zu üben. Besonders für die Jüngeren ist das wichtig, um sich langsam an die extremen Bedingungen zu gewöhnen. Ein Anlagenführer steuert die Flammen dabei kontrolliert und gibt den Teilnehmern Anweisungen.
Wie anstrengend die Übung ist, merkt man den Männern an, wenn sie den Container verlassen. Tobias Jerye und Andreas Bauer von der Freiwilligen Feuerwehr Perleberg waren ebenfalls dabei. Für sie waren vor allem die Wärme und die ständigen Positionswechsel fordernd. Jerye betont, dass Wohnungsbrände zum Glück nicht zum Alltag gehören, man sie aber gerade im ländlichen Raum unbedingt vorher trainieren müsse. Bauer ergänzt, dass man hier schnell merkt, welche Hitze hinter dem Feuer steckt.
Ob die Feuerwehrleute auch in zwei Jahren wieder in dem Container trainieren können, ist noch nicht sicher. Das hängt davon ab, ob das Geld im Haushalt dafür vorgesehen ist.