Landkreis Peine erklärt Regeln zum Datenschutz
Der Landkreis Peine (Niedersachsen) hat seine Datenschutzregeln aufgeschrieben. Dabei geht es vor allem darum, dass die Menschen wissen, welche Daten die Behörde sammelt und was damit passiert. Ein Datenschutzbeauftragter der Firma hannIT aus Hannover passt auf, dass alle gesetzlichen Regeln eingehalten werden. Er gibt zum Beispiel frei, welche Computerprogramme in der Verwaltung genutzt werden dürfen.
Wer die Webseite des Landkreises besucht, hinterlässt automatisch Spuren. Der Browser schickt Informationen wie die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit an den Server. Diese Daten werden maximal drei Monate gespeichert und dann gelöscht. Sie dienen dazu, dass die Seite stabil läuft und die Technik funktioniert. Wer Newsletter bestellen oder Online-Formulare nutzen will, muss seine Daten angeben. Bei Newslettern nutzt der Kreis das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren. Das bedeutet, man muss seine Anmeldung erst noch einmal per E-Mail bestätigen, bevor man in den Verteiler kommt.
Besonderes Augenmerk liegt auf der modernen Technik. Der Landkreis nutzt Microsoft 365 und die KI-Funktion Copilot, um die Arbeit in der Verwaltung effizienter zu machen. Die Daten bleiben dabei grundsätzlich innerhalb der Europäischen Union. Auch für Videokonferenzen über Microsoft Teams gibt es feste Regeln. Wer die Vorlesefunktion ReadSpeaker oder die Barrierefreiheits-Software Eye-Able nutzt, kann ebenfalls mit bestimmten technischen Einstellungen rechnen, die lokal auf dem Gerät gespeichert werden.
Auf Social Media wie Facebook, Instagram oder WhatsApp ist der Landkreis zwar präsent, warnt aber davor. Die Nutzer sollen wissen, dass diese Firmen Daten auf Servern in den USA speichern. Der Landkreis hat keinen Einfluss darauf. Zudem gibt es klare Regeln für die Pinnwände: Wer dort beleidigt, andere beschimpft oder Werbung macht, bekommt seine Beiträge gelöscht.
Bürger haben verschiedene Rechte. Sie können zum Beispiel fragen, welche Daten über sie gespeichert sind, oder verlangen, dass falsche Infos korrigiert oder Daten komplett gelöscht werden. Wenn jemand Probleme mit seinem Datenschutz hat, kann er sich an den Landesbeauftragten für den Datenschutz in Hannover wenden.
Die aktuelle Erklärung ist vom Februar 2026. Da sich die Technik ständig weiterentwickelt, kann der Landkreis die Regeln in Zukunft noch einmal anpassen.