Landkreis Nienburg/Weser setzt auf gemeinsame Ortsentwicklung
Die Gemeinden im Landkreis Nienburg/Weser (Niedersachsen) machen gemeinsam weiter. Sie haben einen Vertrag für die neue Förderperiode des Kommunalen Innenentwicklungsfonds, kurz KIF 2.0, unterschrieben. Damit wird die Zusammenarbeit für weitere sechs Jahre gesichert.
Bei einer Feierstunde im Grafenschloss Hoya lobte die Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, das Modell. Sie bezeichnete die Zusammenarbeit als einen „Innovationsleuchtturm“. Laut Walter gibt es in Niedersachsen kaum ein vergleichbares Projekt. Besonders wichtig sei es, über die eigenen Gemeindegrenzen hinweg zu schauen. Das sei auch entscheidend, wenn man in Zukunft Geld aus der EU beantragen wolle.
Das Projekt KIF startete 2020 aus einem Forschungsprojekt heraus. Ziel ist es, die Potenziale in den Orten besser zu nutzen. Das bedeutet konkret: Brachflächen und Leerstände sollen entwickelt und historische Gebäude erhalten werden. So sollen die Ortskerne wieder attraktiver werden. Ein Beispiel ist das Grafenschloss Hoya selbst. Dort flossen rund 750.000 Euro aus dem Fonds in die soziale Infrastruktur und in den barrierefreien Ausbau.
Landrat Detlev Kohlmeier und Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer betonten bei einer Podiumsdiskussion den regionalen Teamgeist. Vor allem kleinere Kommunen könnten von den Ideen der anderen profitieren. In den kommenden Jahren soll dieser Weg beibehalten werden. Es geht darum, zuerst auf die vorhandenen Möglichkeiten in den Orten zu schauen und das große Ganze im Blick zu behalten.
Für Fragen zum Thema steht im Kreishaus in Nienburg die Abteilung für Baugenehmigungen zur Verfügung. Erreichbar ist Frau Mory unter der Telefonnummer 05021 967-373 oder per E-Mail an [email protected].