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Landkreis Neuwied besetzt Leitung für Großprojekt Holzbachaue

Copyright und Urheber siehe Landkreis Neuwied

Das Naturschutzprojekt „Schwammlandschaft Holzbachaue“ bekommt eine neue Chefin. Madleen Bonse soll das Millionen-Vorhaben bis 2029 steuern.

Im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) geht es bei einem der größten Landschaftsprojekte der Region weiter. Seit dem 1. April 2026 leitet Madleen Bonse das Projekt „Schwammlandschaft Holzbachaue“. Die Agraringenieurin soll die Umsetzung koordinieren und die verschiedenen Bereiche wie Naturschutz und Landwirtschaft zusammenführen.

Die neue Projektleiterin ist in der Region verwurzelt und wohnt in der Verbandsgemeinde Puderbach, also direkt neben dem Gebiet, in dem gearbeitet wird. Sie bringt viel Erfahrung mit: Zuvor war sie Referentin bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn tätig. Auch beim Bundesamt für Naturschutz und in Montabaur sammelte sie Wissen über Gewässerschutz und nachhaltige Landnutzung. Ihr Studium der Agrarwissenschaften hat sie in Bonn mit einem Master abgeschlossen.

Bei dem Projekt geht es darum, die Holzbachaue in den Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach ökologisch aufzuwerten. Die Landschaft soll wie ein Schwamm funktionieren und Wasser besser speichern können. Das hilft dabei, die Menschen in der Region besser vor Hochwasser und Starkregen zu schützen. Konkret bedeutet das: Bäche werden renaturiert, nasse Wiesen wiederbelebt und Auwälder entwickelt. Außerdem sollen in den Ortslagen sogenannte Klimainseln entstehen.

Das Vorhaben ist ein echtes Großprojekt mit Investitionen in Millionenhöhe. Der Bund fördert die Maßnahmen im Rahmen des Programms „Natürlicher Klimaschutz“ mit rund 1,27 Millionen Euro. Die Betreuung läuft über die Stabsstelle für Energie, Klima und Umwelt der Kreisverwaltung.

Das Projekt läuft noch bis Mitte 2029. Ziel ist es, die biologische Vielfalt zu stärken und die Natur an den Klimawandel anzupassen. Landrat Achim Hallerbach betonte, dass eine erfahrene Leitung bei dieser Summe und der Bedeutung für den Bevölkerungsschutz unverzichtbar sei.

Quelle: Landkreis Neuwied – zur Originalmeldung

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