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Landkreis München: Grundstückspreise sinken deutlich

Die neuen Bodenrichtwerte für den Landkreis München sind da. In vielen Bereichen sind die Preise für Grundstücke im Vergleich zu 2024 gesunken.

Der Gutachterausschuss im Landkreis München (Bayern) hat die neuen Bodenrichtwerte veröffentlicht. Diese gelten offiziell für den Stichtag 1. Januar 2026. Die Zahlen zeigen deutlich, dass der Markt sich abgekühlt hat. In den meisten Gebieten sind die Preise gegenüber 2024 zurückgegangen.

Besonders beim Bau von Einfamilienhäusern sieht man den Trend. Hier liegen die Werte zwischen 650 und 2.900 Euro pro Quadratmeter. Im Durchschnitt sind die Preise um etwa 15 Prozent gefallen. Es gibt aber große Unterschiede: Während es in Schäftlarn fast zehn Prozent teurer wurde, sanken die Werte in Aschheim um beinahe 30 Prozent.

Noch stärker ist der Rückgang beim Geschosswohnungsbau. Hier bewegen sich die Preise zwischen 1.400 und 3.000 Euro pro Quadratmeter. Im Schnitt ging es um 24 Prozent bergab. In Oberschleißheim und Unterschleißheim ist der Preis sogar um 32 Prozent eingebrochen, in Putzbrunn um 15 Prozent.

In Mischgebieten liegen die Werte zwischen 600 und 2.100 Euro pro Quadratmeter. Hier sank der Preis im Durchschnitt um neun Prozent, wobei es in Grünwald mit einem Minus von 29 Prozent besonders stark nach unten ging.

Bei Gewerbegebieten sieht das Bild gemischter aus. Die Preise liegen zwischen 250 und 900 Euro pro Quadratmeter. In Brunnthal sanken die Werte um 17 Prozent, während sie in Taufkirchen um 25 Prozent stiegen. Da es hier oft zu wenige Kaufverträge gab, wurden viele Werte einfach aus dem Vorjahr übernommen.

Ähnlich verhält es sich bei landwirtschaftlichen Grundstücken. Auch hier fehlten oft genug Daten, weshalb die alten Werte meist beibehalten wurden. In einigen Gemeinden gab es jedoch einzelne Verkäufe, die den Preis um fünf bis 18 Prozent nach oben trieben.

Wer wissen will, was sein Grundstück wert ist, kann die Daten über das Internet-System BORIS-Bayern (www.boris-bayern.de) abrufen. Ein einzelner Wert kostet dort 37 Euro. Alternativ legen die Gemeinden im Landkreis die Richtwerte für vier Wochen öffentlich aus. Wer genau wissen möchte, wann und wo man die Listen einsehen kann, sollte sich direkt an seine Gemeindeverwaltung wenden.

Quelle: Landkreis München – zur Originalmeldung

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