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Landkreis Märkisch-Oderland: Bakterien im Trinkwasser

In vielen Gemeinden im Versorgungsgebiet von Seelow wurden Bakterien im Wasser gefunden. Die Bewohner müssen ihr Leitungswasser jetzt abkochen.

Im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) gibt es Probleme mit der Trinkwasserqualität. Bei Routinekontrollen hat das Gesundheitsamt coliforme Bakterien im Netz des Wasserversorgers WAZ Seelow entdeckt. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Wasser gefährlich ist, aber es ist ein Warnsignal, dass irgendetwas im System nicht stimmt.

Das Abkochgebot gilt ab sofort für eine lange Liste von Orten. Betroffen sind Werbig, Neuwerbig, Altlangsow, Neulangsow, Seelower Loose, Zechin, Zechiner Loose, Buschdorf, Friedrichsaue und Genschmar. Außerdem müssen die Bewohner in Golzow (inklusive Heimstättensiedlung), Gorgast (inklusive Schäferei), Bleyen (inklusive Altbleyen und Kuhbrücke), Manschnow (inklusive Neu Manschnow), Küstrin-Kietz, Rathstock, Reitwein, Hathenow, Podelzig (inklusive Wuhden und Klessin), Sachsendorf (inklusive Werder), Alt Tucheband (inklusive Neu Tucheband) sowie Hackenow vorsichtig sein.

Wer dort wohnt, sollte Leitungswasser nur trinken, wenn es vorher einmal richtig sprudelnd aufgekocht wurde. Das gilt auch für das Zähneputzen, die Zubereitung von Essen oder das Reinigen von offenen Wunden. Das Wasser sollte nach dem Kochen mindestens zehn Minuten abkühlen. Für die Toilette kann das Wasser ganz normal benutzt werden. Menschen mit einem schwachen Immunsystem, Senioren, Schwangere und kleine Kinder sollten derzeit lieber nicht duschen.

Die Bakterien können Magen-Darm-Probleme wie Durchfall oder Erbrechen auslösen. Wenn sie in Wunden gelangen, können Entzündungen entstehen. Deshalb rät das Gesundheitsamt zu dieser Vorsicht.

Der Wasserversorger WAZ Seelow spült bereits die Leitungen und sucht nach der Ursache. Mögliche Gründe könnten Arbeiten am Netz oder technische Fehler sein. Neue Proben wurden am 2. September genommen. Die Ergebnisse dazu werden in der nächsten Woche erwartet. Bis dahin bleiben die Warnungen bestehen.

Die Ermittlungen zur genauen Ursache dauern an.

Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland – zur Originalmeldung

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