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Trinkwasser-Warnung im Landkreis Märkisch-Oderland: Wasser abkochen

Copyright und Urheber siehe Landkreis Märkisch-Oderland

In vielen Gemeinden im Versorgungsgebiet des WAZ Seelow wurden Bakterien im Trinkwasser gefunden. Die Bewohner müssen ihr Wasser nun abkochen.

Wer in Teilen des Landkreises Märkisch-Oderland (Brandenburg) wohnt, sollte sein Leitungswasser derzeit nicht einfach so aus dem Hahn trinken. Bei Routine-Kontrollen am 31. August wurden coliforme Bakterien im Netz des Wasserversorgers WAZ Seelow nachgewiesen. Das Gesundheitsamt hat deshalb ein Abkochgebot ausgesprochen.

Die Liste der betroffenen Orte ist lang. Neu dazu gekommen sind die Gemeinden Werbig, Neuwerbig, Altlangsow, Neulangsow, Seelower Loose, Zechin, Zechiner Loose, Buschdorf, Friedrichsaue und Genschmar. Aber auch in Golzow (inklusive Heimstättensiedlung), Gorgast (inklusive Schäferei), Bleyen (inklusive Altbleyen und Kuhbrücke), Manschnow (inklusive Neu Manschnow), Küstrin-Kietz, Rathstock, Reitwein, Hathenow, Podelzig (inklusive Wuhden und Klessin), Sachsendorf (inklusive Werder), Alt Tucheband (inklusive Neu Tucheband) sowie Hackenow gilt die Warnung weiterhin.

Das bedeutet konkret: Wer Leitungswasser zum Trinken, zum Zähneputzen oder für die Essenszubereitung nutzt, muss es erst einmal sprudelnd aufkochen lassen und dann mindestens zehn Minuten abkühlen lassen. Ein Wasserkocher ist hierfür am einfachsten. Auch offene Wunden sollten nur mit abgekochtem Wasser gereinigt werden. Besonders vorsichtig müssen Menschen mit einem schwachen Immunsystem sein, wie Senioren, Schwangere, Kinder oder Säuglinge. Diese Menschen sollten derzeit auf das Duschen verzichten.

Für die Toilettenspülung kann das Wasser ganz normal benutzt werden. Wer einen Pool hat, sollte darauf achten, dass das Wasser ausreichend gechlort ist. Die Bakterien im Wasser können nämlich Magen-Darm-Probleme wie Durchfall oder Erbrechen auslösen. Wenn sie in offene Wunden gelangen, können Entzündungen entstehen.

Die Bakterien sind sogenannte Indikatororganismen. Das heißt, sie müssen nicht zwingend krank machen, zeigen aber, dass etwas mit der Wasserqualität nicht stimmt. Ursache könnten zum Beispiel Arbeiten an den Leitungen oder technische Fehler an der Anlage sein. Der Wasserversorger WAZ Seelow spült bereits das Netz und versucht, den Fehler zu beheben.

Das Gesundheitsamt nimmt aktuell weitere Proben. Die Ergebnisse werden in der kommenden Woche erwartet. Bis dahin gelten die Vorsichtsmaßnahmen. Sobald das Wasser wieder sicher ist, informieren das Amt und der Wasserversorger die Öffentlichkeit.

Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland – zur Originalmeldung

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