Landkreis Lörrach: Wasserentnahme aus Bächen und Seen verboten
Im Landkreis Lörrach (Baden-Württemberg) wird es zu trocken. Das Landratsamt hat deshalb ein Verbot ausgesprochen: Ab dem 27. Juni 2026 darf niemand mehr Wasser aus Bächen, Flüssen oder Seen entnehmen, um damit zum Beispiel den Garten zu sprengen, Sportplätze zu wässern oder Pools und Teiche aufzufüllen. Das Verbot gilt vorerst bis zum 30. Juli 2026. Je nachdem, wie das Wetter wird, kann die Behörde die Frist verlängern oder das Verbot früher aufheben.
Einzige Ausnahme ist der Rhein, aus dem weiterhin Wasser entnommen werden darf. Auch wer eine offizielle wasserrechtliche Erlaubnis hat, ist nicht betroffen. Wer Vieh tränkt oder Wasser aus eigenen Grundwasserbrunnen nutzt, darf dies ebenfalls weiterhin tun.
Die Lage in den Gewässern ist ernst. In der Wiese und anderen Bächen ist kaum noch Wasser zu sehen. Da es im Mai und Juni viel zu wenig geregnet hat, sinken die Pegelstände immer weiter. Gleichzeitig heizt die Sonne das Wasser auf. Das ist lebensgefährlich für Fische, Pflanzen und kleine Lebewesen im Wasser. Würden jetzt noch mehr Menschen Wasser für ihre Gärten abpumpen, würde die Situation noch schlimmer werden.
Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Das Landratsamt droht mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro.
Die Behörden weisen darauf hin, dass solche Trockenperioden durch den Klimawandel häufiger werden. Da es im Winter zu wenig geschneit hat und die Regenfälle im Frühjahr ausblieben, fehlen die Reserven in den Flüssen. Die genaue Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landkreises einsehbar.
Quelle: Fröhnd – zur Originalmeldung