Landkreis Kulmbach warnt vor Gefahren der Hitzewelle
Wenn es im Sommer richtig heiß wird, freuen sich viele über die Sonne und den Besuch im Freibad. Doch die Hitze kann gefährlich sein. Deshalb waren Katrin Keilholz und Jennifer Schwarz vom Gesundheitsamt des Landratsamtes Kulmbach (Oberfranken, Bayern) kürzlich im Freibad Mainleus unterwegs. An einem Infostand erklärten sie den Badegästen, wie man sich richtig vor der Sonne schützt.
Damit die Leute die Tipps auch ernst nehmen, gab es kleine Geschenke. Das Gesundheitsamt verteilte Trinkflaschen, Caps sowie Wasser- und Sandspielzeug. Die Mitarbeiterinnen erklärten vor Ort, dass Sonne zwar gut tut, man aber verantwortungsvoll damit umgehen muss, um Schäden an der Gesundheit zu vermeiden.
Besonders gefährlich wird es, wenn die Temperaturen über längere Zeit über 30 Grad steigen. Das Gesundheitsamt warnt, dass dies vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen lebensbedrohlich sein kann. Wer Übergewicht hat, an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen leidet oder pflegebedürftig ist, muss besonders aufpassen. Auch sogenannte Tropennächte sind ein Problem, weil der Körper dann nachts keine Pause bekommt und sich nicht erholen kann.
Bei großer Hitze schwitzt der Körper stark, um die Temperatur zu halten. Dabei verliert man viel Flüssigkeit. Gleichzeitig fließt mehr Blut zur Haut, um die Wärme abzugeben. Das belastet das Herz und die Gefäße extrem.
Um gesund zu bleiben, gibt es einfache Regeln: Man sollte möglichst im Schatten bleiben und regelmäßig trinken – am besten zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßte Getränke pro Tag. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man die pralle Sonne meiden. Wer rausgeht, sollte auf passende Kleidung, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung setzen. Unbedeckte Haut muss großzügig eingecremt und regelmäßig nachgecremt werden.
Auch zu Hause kann man gegen die Hitze steuern. Die Fenster sollten tagsüber geschlossen bleiben und die Rollläden heruntergelassen werden. Lüften hilft nur in der Nacht, um die Räume unter 26 Grad zu halten. Wer leichte Kost wie Obst, Gemüse und Salate isst, entlastet den Körper zusätzlich. Kühle Fußbäder oder feuchte Tücher helfen, die Temperatur zu senken.
Wer Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Kurzatmigkeit bemerkt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Für weitere Fragen stehen Jennifer Schwarz (Telefon 09221/707-612) und Katrin Keilholz (Telefon 09221/707-617) vom Gesundheitsamt zur Verfügung.