Landkreis Konstanz öffnet 46 historische Denkmale
Viele der Gebäude und Orte sind normalerweise fest verschlossen. Nur an diesem einen Tag können Besucher hineinwerfen, was es dort zu sehen gibt. Das Motto in diesem Jahr lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Deshalb stehen vor allem alte Versorgungsbauten im Fokus.
In Engen (Baden-Württemberg) kann man zum Beispiel das mittelalterliche Kornhaus, das Sudhaus der alten Felsenbrauerei oder das Pumpenhaus von 1924 besichtigen. Wer in Radolfzell ist, kann die historische Stadtapotheke im Stadtmuseum oder die Villa der Familie Schmal besuchen. In Konstanz (Baden-Württemberg) gibt es viel zu sehen: den Wasserturm der Anlage Stromeyersdorf, die alten Güterhallen am Hafen und die älteste Binnensee-Autofähre Europas aus dem Jahr 1928.
Auch in anderen Orten gibt es Highlights. In Bodman ist die Alte Vogtei frisch restauriert. In Tengen öffnen unter anderem die Alte Schule und das Obere Stadttor. In Büßlingen zeigt ein Verein eine Kirchturmuhr, die wieder komplett funktioniert. In Stockach gibt es Konzerte und Führungen in der Loretokapelle mit einer Orgel von 1661. In Singen kann man die Michaelskapelle auf dem Alten Friedhof oder die Theresienkapelle besuchen, die nach dem Krieg von deutschen Gefangenen als Mahnmal für den Frieden gebaut wurde.
Besonders viel passiert in Konstanz. Der Tag startet im Bodenseeforum am Seerhein. Von dort aus kann man zur Schneckenburg, zur Villa Bantlin oder zur Wessenbergschule gehen. In der Altstadt stehen das Münster, die Lutherkirche und die ehemalige Kirche St. Johann auf dem Plan, in der heute Leute gemeinsam arbeiten (Coworking-Space). In Allmannsdorf öffnen zudem die Loreto-Kapelle und die Kapelle auf dem Riesenberg.
Einige Museen machen sogar komplett kostenlos mit. Das gilt für das Stadtmuseum Radolfzell, das Rosgartenmuseum Konstanz und das Museum Haus Dix in Hemmenhofen. Auch das Hesse-Haus in Gaienhofen mit seinem Garten ist offen.
Wer genau wissen will, wann welche Führung startet, kann sich ein Programmfaltblatt holen. Diese liegen in den Rathäusern, Kulturämtern, Volkshochschulen, Tourist-Infos und im Landratsamt Konstanz aus. Alle Details gibt es zudem online unter der Seite zum Tag des Offenen Denkmals 2026.