Landkreis Konstanz öffnet 46 historische Denkmale
Viele der Gebäude und Orte sind normalerweise fest verschlossen. Nur an diesem einen Tag können Besucher hineinschauen und die Geschichte der Region entdecken. Das Motto in diesem Jahr lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Deshalb stehen vor allem alte Versorgungsbauten im Fokus.
In Konstanz (Baden-Württemberg) gibt es ein besonders großes Programm. Es startet im Bodenseeforum am Seerhein. Wer dort spazieren geht, kann unter anderem die Industriellenvilla Bantlin, die sogenannte Schneckenburg, das ehemalige Gasthaus Rheingarten und die Wessenbergschule besichtigen. Auch der Wasserturm der Fabrikanlage Stromeyersdorf, der Hafen mit den alten Güterhallen und die älteste Binnensee-Autofähre Europas von 1928 sind dabei. In der Altstadt öffnen das Münster, die Lutherkirche und die ehemalige Kirche St. Johann ihre Türen. Letztere wird heute als Coworking-Space genutzt.
Auch in anderen Orten des Landkreises gibt es viele Stationen. In Engen kann man das mittelalterliche Kornhaus, das Sudhaus der alten Felsenbrauerei und das Pumpenhaus von 1924 sehen. Zudem sind dort das Rathaus, die Stadtpfarrkirche, die Kapuzinerkirche mit Gruft, die Wendelinskapelle und die Alte Kirche in Welschingen zugänglich. In Radolfzell stehen die historische Stadtapotheke im Stadtmuseum und die Villa der Familie Schmal auf dem Plan.
In Bodman ist die Restaurierung der Alten Vogtei fertig, sodass man sie nun besichtigen kann. In Tengen öffnen die Alte Schule, das Obere Stadttor, das Obervogteiamt, die Friedhofskapelle und die Kapelle St. Georg in Tengen-Hinterburg. In Büßlingen zeigt ein Bürgerverein die Kirchturmuhr, die wieder voll funktioniert. Weitere Stopps sind die Pfarrkirche in Mühlhausen, die Oberhofkapelle in Orsingen und die Martinskapelle in Nenzingen.
In Stockach gibt es Konzerte und Führungen in der Loretokapelle mit ihrer Orgel von 1661 sowie einen Rundgang über den historischen Loreto-Friedhof. In Singen kann man die neogotische Michaelskapelle auf dem Alten Friedhof besuchen. Ein besonderer Ort ist die Theresienkapelle in der Singener Südstadt. Sie wurde 1946/47 von deutschen Kriegsgefangenen gebaut und dient heute als Mahnmal für Frieden.
Einige Museen machen mit und bieten freien Eintritt sowie kostenlose Führungen an. Das gilt für das Stadtmuseum Radolfzell, das Rosgartenmuseum Konstanz und das Museum Haus Dix in Hemmenhofen. Auch das Hesse-Haus in Gaienhofen mit seinem Garten ist offen.
Wer genau wissen will, wann welche Führung startet, kann das Programmfaltblatt nutzen. Das liegt in den Rathäusern, Kulturämtern, Volkshochschulen, Tourist-Informationen und im Landratsamt Konstanz aus. Alle Infos gibt es außerdem online unter der Seite zum Tag des Offenen Denkmals 2026.