Landkreis Kelheim und IHK wollen Firmen beim Export helfen
Anfang August gab es im Landratsamt Kelheim (Niederbayern) einen wichtigen Termin. Landrat Christian Nerb traf sich dort mit Dr. Jürgen Helmes, dem Chef der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, und der Abteilungsleiterin für internationale Themen, Dominique Mommers. Auch die Wirtschaftsreferentin Sandra Schneider war bei dem Gespräch dabei.
Im Zentrum des Treffens stand eine Studie von Prognos. Die Ergebnisse zeigen: Der Landkreis Kelheim ist wirtschaftlich stark, weil viele Firmen ihre Waren ins Ausland verkaufen. Egal ob Industrie, Handwerk oder Dienstleister – die Betriebe in der Region sind fest in weltweite Lieferketten eingebunden. Das sichert viele Arbeitsplätze und bringt Geld in die Region. Tatsächlich hängt laut IHK jeder fünfte Job im Bezirk vom internationalen Handel ab.
Doch die Lage wird schwieriger. Die Nachfrage aus China sinkt, die Zölle in den USA steigen und die politische Lage weltweit ist unsicher. Zudem muss sich die Wirtschaft insgesamt verändern. Deshalb sind sich Landrat und IHK einig: Die Firmen müssen neue Absatzmärkte erschließen. Besonders Indien, die ASEAN-Staaten in Südostasien und die MERCOSUR-Länder in Südamerika stehen dabei im Fokus.
Die IHK Regensburg bietet den Unternehmen dafür verschiedene Hilfen an. Das reicht von Informationen über fremde Märkte und Ländern bis hin zu Beratungen beim Zoll, beim Export oder bei Fördermitteln. Auch Seminare und die Vermittlung von Geschäftspartnern im Ausland gehören zum Angebot. So sollen die Risiken für die Firmen sinken und neue Chancen genutzt werden.
Landrat Nerb und die IHK haben vereinbart, die Zusammenarbeit zu verstärken. Gemeinsame Beratungsangebote sollen den Betrieben helfen, weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben und die wirtschaftliche Zukunft im Landkreis zu sichern.