Kelheim: Hubert Aiwanger ehrt Franz Peter Sichler
Am 6. August kam Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ins Landratsamt Kelheim (Landkreis Kelheim, Bayern). Dort überreichte er Franz Peter Sichler das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Minister lobte Sichler als Vorbild für andere. Er habe über Jahrzehnte hinweg viel für das Gemeinwohl getan und so den Zusammenhalt in Bayern gestärkt.
Franz Peter Sichler hat eine lange Liste an beruflichen und ehrenamtlichen Stationen hinter sich. Angefangen hat alles mit seiner Ausbildung zum Chemielaboranten. Schon früh engagierte er sich gewerkschaftlich bei der IG Chemie Papier Keramik. Von 1981 an war er Sekretär der Verwaltungsstelle Kelheim Ingolstadt, später wurde er Leiter des Bezirks Kelheim Zwiesel. Zwischen 2008 und 2021 leitete er zudem das Projekt „Kunststoffindustrie in Bayern“, wo er versuchte, Arbeitsplätze und Industriestandorte zu retten. Auch beim Wirtschaftsbeirat des Landkreises Kelheim war er von Anfang an dabei.
Ein weiterer großer Teil seiner Arbeit floss in die Gesundheitsversorgung. Sichler war lange bei der AOK aktiv, half bei der Gründung der AOK Bayern mit und saß von 1995 bis 2023 im Verwaltungsrat. Seit 2019 führte er zudem den Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes Bayern (MD Bayern). Dort ging es ihm vor allem um eine faire Begutachtung, kürzere Wartezeiten und eine bessere Qualität in der Pflege.
Auch in seiner Freizeit blieb er in der Region aktiv. Er ist seit 2019 erster Vorsitzender des Kneipp-Vereins Kelheim und unterstützt die Benediktinerabtei Weltenburg. Zudem ist er seit 1986 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt. In der Politik war er ebenfalls präsent: Zuerst als Stadtrat von 2008 bis 2014, danach als zweiter Bürgermeister und als Mitglied des Kreistags.
Mit dem Bundesverdienstkreuz wird diese jahrzehntelange Arbeit in der Gewerkschaft, der Sozialversicherung und der Kommunalpolitik nun offiziell gewürdigt.