Landkreis Holzminden warnt vor Wasserentnahme aus Bächen
Im Landkreis Holzminden (Niedersachsen) ist die Trockenheit trotz einiger Regengüsse deutlich spürbar. Viele Gartenbesitzer gießen deshalb verstärkt ihre Pflanzen. Die Untere Wasserbehörde warnt jedoch davor, dass nicht nur Blumen unter dem Wassermangel leiden. Auch Tiere und Pflanzen in den Gewässern sind bedroht.
Besonders bei kleinen Bächen und Gräben ist die Grenze schnell erreicht. Wenn zu viel Wasser entnommen wird, bleibt für die Lebewesen im Wasser nichts mehr übrig. Das kann zu großen Schäden in der Natur führen.
Wer Wasser aus Flüssen, Bächen, Gräben, Seen oder Teichen entnehmen will, braucht dafür grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis. Diese muss bei der Unteren Wasserbehörde des Landkreises beantragt werden. Es gibt zwar Ausnahmen, etwa beim sogenannten Gemeingebrauch oder für Anlieger, diese sind aber eng begrenzt.
Bisher hat die Behörde noch keine strengen Verbote oder speziellen Regeln per Allgemeinverfügung erlassen. Dennoch wird dazu aufgerufen, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Ein Tipp der Behörde: Wer gießen muss, sollte dies erst in den Abendstunden tun. So verdunstet das Wasser nicht sofort in der Sonne.
Wer genau wissen will, was unter dem Gemeingebrauch oder Anliegergebrauch zu verstehen ist, findet Informationen auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-holzminden.de/niedrigwasser. Bei Fragen kann man die Untere Wasserbehörde unter der Telefonnummer 05531/ 707-426 oder per E-Mail an [email protected] erreichen.