Landkreis Hof belegt Spitzenplätze bei Jugendarbeit
Der Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern) hat im Vergleich mit anderen bayerischen Landkreisen abgeräumt. Eine aktuelle Statistik des Bayerischen Jugendrings (BJR) belegt, dass die Region besonders stark in der sogenannten Offenen Jugendarbeit ist. Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche an vielen Orten Treffpunkte haben, die sie ohne feste Mitgliedschaft oder Notendruck nutzen können.
Insgesamt gibt es im Landkreis 12 solcher Einrichtungen. Damit belegt der Landkreis den ersten Platz im gesamten Freistaat. Die Treffs gibt es in Schwarzenbach a. Wald, Naila, Selbitz, Stammbach, Helmbrechts, Konradsreuth, Münchberg, Töpen, Döhlau, Oberkotzau, Schwarzenbach a. d. Saale und Rehau. In diesen Zentren sind Fachkräfte für bis zu 97 Stunden pro Woche im Einsatz, um den Jugendlichen bei Problemen wie Liebeskummer oder Bewerbungen zu helfen.
Auch beim Personal steht der Landkreis Hof sehr gut da: Er belegt den zweiten Platz in Bayern. Auf 10.000 Einwohner kommen hier rechnerisch 33 pädagogische Mitarbeiter. Das sorgt dafür, dass die Betreuung der Jugendlichen persönlicher und individueller abläuft.
Ein besonderes Highlight ist die Gemeinde Töpen. Gemessen an der Größe des Ortes bietet Töpen mit dem Jugendhaus „Bergla“ die höchste Dichte an Jugendarbeit in ganz Bayern. Für die 86 Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren steht dort jede Woche eine Fachkraft für 13 Stunden zur Verfügung. Damit ist Töpen landesweit Spitzenreiter.
Diese Ergebnisse sind laut Landrat Dr. Oliver Bär und Kreisjugendpfleger Johannes Wurm nicht das Ergebnis von teuren Neubauten. Stattdessen wurden oft leerstehende Gebäude genutzt und durch ehrenamtliche Arbeit in lebendige Treffpunkte verwandelt. Im Landkreis leben aktuell 13.922 Menschen unter 18 Jahren, was etwa 15,2 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Politik und die Kommunen wollen diesen Standard nun langfristig sichern, um die Region für junge Familien attraktiv zu halten.