Museum Mödlareuth für Architekturpreis nominiert
Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth (Landkreis Hof, Bayern) ist für den Bayerischen Landschaftsarchitekturpreis 2026 nominiert worden. Konkret geht es um die neu gestalteten Außenanlagen. Diese sind in der Kategorie „Experimentelle Landschaftsarchitektur und Bauen im Detail“ im Rennen um den Preis.
Bei dem Projekt geht es darum, die Geschichte des geteilten Dorfes sichtbar zu machen. Das neue Museumsgebäude, das 2025 eröffnet wurde, passt sich der Umgebung an. Durch ein großes Panoramafenster blicken die Besucher direkt auf die ehemaligen Grenzanlagen. So wird das Innere des Museums mit dem historischen Ort verbunden.
Ein Rundweg führt die Besucher entlang der alten Grenzlinie. An verschiedenen Stationen erfahren sie per Informationstafeln oder mit Virtual-Reality-Brillen mehr über die deutsche Teilung. Themen wie der Mauerbau, die Überwachung, Fluchten und schließlich die Friedliche Revolution stehen im Mittelpunkt. Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass die Anlagen barrierefrei sind und die Natur des Grünen Bandes geschont wird.
Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2019 zurück. Damals gewann das Büro Grünplan Landschaftsarchitekten aus Hannover den Wettbewerb für die Neugestaltung. Nach der Planung wurde das Gelände zwischen 2022 und 2025 in zwei Abschnitten umgebaut.
Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen Bayern (bdla) verleiht den Preis für innovative und nachhaltige Projekte. Neben der Entscheidung einer Jury gibt es auch einen Publikumspreis. Wer abstimmen möchte, kann dies ab sofort tun. Die Frist läuft bis zum 24. August 2026.