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Landkreis Heilbronn: Wasserentnahme-Verbot an vielen Bächen

Wegen extremer Trockenheit verschärft der Landkreis die Regeln für die Wasserentnahme. An mehreren kleineren Gewässern ist das Abpumpen von Wasser komplett verboten.

In Hardthausen am Kocher (Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg) und im gesamten Landkreis wird es immer trockener. Die Wasserstände in den Bächen und Flüssen sinken immer weiter. Da laut Wetterdienst kaum Regen erwartet wird, verschärft sich die Lage nun massiv. Auch die hohen Temperaturen belasten die Gewässer zusätzlich.

Schon seit Ende Juni gibt es Einschränkungen. Wer eine Erlaubnis vom Landratsamt hat, um Wasser für die Lebensmittelproduktion in der Landwirtschaft oder im Gartenbau zu nutzen, muss die Menge drastisch kürzen. Sowohl die Menge pro Sekunde als auch die Tagesgesamtmenge müssen um 50 Prozent gesenkt werden.

Auch beim Gießen gibt es feste Regeln: Das Bewässern von Feldern und Gärten ist nur noch zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens erlaubt. Eine Ausnahme gibt es nur für die sogenannte Tröpfchenbewässerung.

An vielen Stellen ist die Lage bereits kritisch. An kleineren Gewässern wie der Schozach, dem Leinbach, der Elsenz, dem Hilsbach, dem Böllinger Bach und der Sulm ist der Wasserstand so niedrig, dass ein komplettes Verbot der Wasserentnahme gilt. Nur die Zaber wird derzeit noch durch Wasser aus dem Stausee Ehmetsklinge gestützt, sodass dort der kritische Wert noch nicht unterschritten wurde.

Auch im Boden wird es trocken. Die Grundwasserstände in Baden-Württemberg sinken. An jeder fünften Messstelle im Land sind die Werte niedriger als der bisherige Tiefstwert der letzten 30 Jahre im Juli. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiter.

Quelle: Hardthausen am Kocher – zur Originalmeldung

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