Landkreis Harburg setzt auf KI-Hilfe im Amt
Im Landkreis Harburg (Niedersachsen) wird die Arbeit im Amt digitaler. Die Kreisverwaltung setzt ab sofort auf die KI-Plattform „intellex“. Das ist eine Art intelligenter Assistent, der speziell für Behörden entwickelt wurde. Die Mitarbeiter können das Programm nutzen, um Texte zu schreiben, lange Dokumente zusammenzufassen oder interne Konzepte zu erstellen.
Landrat Rainer Rempe möchte die digitale Entwicklung aktiv mitgestalten. Das Ziel ist es, die Angestellten von zeitfressenden Routineaufgaben zu befreien. Wenn die KI die einfache Schreibarbeit übernimmt, haben die Beamten mehr Zeit für den persönlichen Kontakt zu den Bürgern und für schwierige Fälle, bei denen Fachwissen und menschliche Erfahrung nötig sind.
Bevor das System fest eingeführt wurde, gab es eine lange Testphase. Von Oktober 2025 bis März 2026 haben die ITK Harburg und 27 weitere Kommunen in Niedersachsen an einem Pilotprojekt mitgewirkt. So konnte die Software genau an den Bedürfnissen der Praxis angepasst werden. Besonders wichtig war dabei der Datenschutz. Die Plattform läuft auf Servern in Deutschland. Bevor die KI eine Aufgabe bearbeitet, werden Namen oder Ortsangaben automatisch unkenntlich gemacht, damit keine privaten Daten an die Sprachmodelle gelangen.
Ein praktischer Vorteil sind spezielle Fachassistenten. Diese helfen zum Beispiel dabei, Texte in „leichter Sprache“ zu verfassen, damit sie für mehr Menschen verständlich sind. Zudem können die Mitarbeiter eigene Assistenten bauen, die genau auf ihre Abteilung zugeschnitten sind.
Landrat Rempe betont jedoch, dass die Technik die Menschen nicht ersetzt. Die KI dient nur als Unterstützung. Alle wichtigen Entscheidungen in der Verwaltung werden weiterhin von Menschen getroffen.