Landkreis Göppingen plant Schutz gegen Hochwasser und Starkregen
Am Mittwoch, den 22. Juli 2026, war der Hohenstaufen-Saal im Landratsamt Göppingen (Baden-Württemberg) voll besetzt. Dort fand die 9. Tagung der sogenannten ExtremWasserPartnerschaft Einzugsgebiet Fils statt. Gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) ging es darum, wie die Region besser mit Hochwasser und Starkregen umgehen kann.
Besonders das schwere Hochwasser aus dem Jahr 2024 sitzt vielen noch in den Knochen. Deshalb wollen die Städte und Gemeinden im Landkreis jetzt besser vorsorgen. Jochen Heinz, der die Runde moderierte, machte deutlich, dass dieser Schutz eine Daueraufgabe ist. Auch wenn das Geld in den Kassen knapp ist, müsse die Sicherheit vor dem Wasser Priorität haben.
Einige Städte zeigten auf, wie sie es bereits machen. Uhingen berichtete, wie sie ihre Pläne für Starkregen aus Fehlern der Vergangenheit verbessert haben. Wiesensteig stellte einen Alarm- und Einsatzplan vor, der den Helfern im Ernstfall genau sagt, was zu tun ist. Jupp Jünger vom Umweltamt erklärte zudem, wie der Landkreis Daten zum Klimawandel nutzt, um konkrete Hilfen für die Gemeinden zu bauen.
Ein wichtiges Werkzeug ist dabei das System FLIWAS, ein Flutinformations- und Warnsystem. Um zu prüfen, ob das Ganze in der Praxis auch funktioniert, gibt es im Herbst einen Realitätscheck. Gemeinsam mit Uhingen und weiteren Städten soll eine Übung durchgeführt werden.
Neben der Technik ging es auch darum, wie man mit den Menschen spricht. Die KEA erklärte, wie Informationen in einer Krise schnell und einfach an die Bevölkerung gelangen. Das Regierungspräsidium Stuttgart informierte zudem über neue Hochwassergefahrenkarten für das Gebiet der Fils. Bis Ende des Jahres prüfen die Kommunen diese Karten und melden, wo sich das Gelände verändert hat oder wo bereits Schutzmaßnahmen gebaut wurden.
Die Experten betonten jedoch, dass der Staat nicht alles verhindern kann. Ein kompletter Schutz vor Wasser ist unmöglich. Deshalb sind die Bürger aufgerufen, selbst aktiv zu werden. Oft helfen schon einfache Maßnahmen am eigenen Haus, um große Schäden zu vermeiden. Wer wissen will, wie er sein Gebäude schützen kann, findet Infos unter www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/vorsorge.