Landkreis Freudenstadt warnt vor steigenden Demenzfällen
Die Zahlen der Demenzkranken in Deutschland könnten in Zukunft stark ansteigen. Laut Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) gibt es aktuell etwa 1,3 Millionen Betroffene. Bis zum Jahr 2060 könnte diese Zahl auf 2,1 Millionen steigen, sofern die Menschen weiterhin immer älter werden.
Doch dieser Anstieg ist kein Schicksal, das man einfach hinnehmen muss. Man kann den Zuwachs deutlich bremsen, wenn man rechtzeitig gegen bestimmte Risiken vorgeht. Wer zum Beispiel Schwerhörigkeit, Blutdruckprobleme oder Diabetes früh erkennt und behandelt, senkt sein Risiko. Auch körperliche Fitness, geistige Anregung und soziale Kontakte helfen dabei, das Gehirn gesund zu halten. Schon kleine Verbesserungen im Alltag können langfristig einen großen Unterschied machen.
Da Demenz nicht nur die Kranken selbst, sondern auch die ganze Familie und die Gesellschaft belastet, ist die Hilfe vor Ort wichtig. Im Landkreis Freudenstadt (Baden-Württemberg) gibt es dafür das sogenannte DemenzNetz. Das ist ein Zusammenschluss von mehr als 120 Mitgliedern. Dazu gehören Fachkräfte aus verschiedenen Einrichtungen sowie Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren.
Das Netzwerk unterstützt Betroffene und ihre Angehörigen mit Informationsveranstaltungen, speziellen Schulungen und Fortbildungen. Zudem gibt es einen Demenz-Wegweiser, der den Betroffenen und ihren Familien hilft, sich in der Versorgung zurechtzufinden.
Wer Hilfe sucht oder Fragen zum Thema Demenz hat, kann sich an den Pflegestützpunkt des Landkreises wenden. Dort ist man unter der Telefonnummer 07441 920-6128 erreichbar. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite www.demenz-freudenstadt.de.