Landkreis Freudenstadt saniert historische Trockenmauer im Christophstal
Im Christophstal (Landkreis Freudenstadt, Baden-Württemberg) ist ein Naturschutzprojekt fertiggestellt worden. In den letzten Jahren hatten Arbeiter zuerst einen stark verbuschten Steilhang freigestellt. Dabei kamen viele alte Trockenmauern wieder zum Vorschein. Nun wurde ein Abschnitt unterhalb der Walkesteige saniert, der etwa 100 Meter lang ist.
Die Bauweise war dabei ökologisch gedacht. Die Arbeiter haben die Mauer mit den Natursteinen wieder aufgebaut, die bereits vor Ort waren. Um den Hang zusätzlich zu sichern, wurden Gehölze entlang der Mauerlinie eingesetzt. Den übrig gebliebenen Gehölzschnitt haben die Fachleute als Totholzhaufen in der Fläche gelassen. Das dient den Tieren als Rückzugsort.
Auch am Boden wurde nachgeholfen. Es wurden Nistmöglichkeiten für Wildbienen geschaffen. Zudem wurde ein artenreicher Wiesendrusch ausgesät, damit die passende Vegetation zurückkehrt. Solche Mauern sind wichtige Lebensräume für Insekten, Eidechsen und die seltene Kreuzotter, da diese Tiere Wärme lieben.
Neben dem Naturschutz bringt die Maßnahme auch Sicherheit für den Verkehr am Hang und verbessert das optische Bild des Tals. Das Projekt stärkt die Vernetzung von Lebensräumen im gesamten Bundesland. Finanziert wurde die Sanierung durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Laut dem Landkreis konnten die Arbeiten zudem günstiger umgesetzt werden, als es am Anfang geplant war.