Zum Inhalt springen
newssofort.de

Landkreis Freudenstadt kämpft gegen Borkenkäfer-Welle

Hitze und Trockenheit treiben die Schädlinge in den Wäldern voran. Wer befallene Bäume nicht schnell genug entfernt, muss nun mit Kosten rechnen.

In den Wäldern des Landkreises Freudenstadt (Baden-Württemberg) gibt es derzeit ein großes Problem mit Borkenkäfern. Eigentlich war das Frühjahr eher ruhig, doch die starke Hitze und die Trockenheit der letzten Wochen haben die Situation verändert. Die Käfer vermehren sich jetzt massiv, während die Fichten und Tannen durch den Wassermangel geschwächt sind und sich kaum noch wehren können. Sogar die Buchen reagieren bereits auf den Stress und werfen ihr Laub ab, als wäre es schon Herbst.

Das Landratsamt warnt alle Waldbesitzer, ihre Bestände genau zu prüfen. Besonders gefährdet sind lockere Wälder, die viel Sonne abbekommen, oder Flächen, die schon im letzten Jahr befallen waren. Typische Anzeichen für einen Befall sind Harztröpfchen an der Krone, braunes Bohrmehl am Stamm oder Löcher von Spechten. Wenn die Kronen der Bäume schnell braun werden, ist das ebenfalls ein Warnsignal.

Wer befallene Bäume findet, muss schnell handeln. Die Bäume müssen gefällt und sofort aus dem Wald transportiert werden. Nur so wird verhindert, dass die Käfer auf gesunde Nachbarbäume übergreifen. Wer das Holz nicht abtransportieren kann, muss die Stämme entrinden oder die Reste verbrennen. Einfach nur Brennholz im Wald zu sägen, hilft nicht. Das Holz muss mindestens 500 Meter vom Wald entfernt gelagert werden.

Da die Mengen an Käferholz oft klein und verstreut sind, erschwert das die Arbeit der Fahrer. Das Landratsamt rät deshalb, dass sich Nachbarn untereinander abstimmen und das Holz gemeinsam sammeln.

Jetzt gibt es aber auch eine rechtliche Ansage: Das Landratsamt hat eine sogenannte Allgemeinverfügung veröffentlicht. Das bedeutet, dass das Kreisforstamt in Zukunft selbst eingreifen darf, wenn Waldbesitzer trotz Aufforderung nichts tun. Die Behörde lässt die befallenen Bäume dann auf Kosten des Besitzers entfernen, um den restlichen Wald zu schützen.

Wer Hilfe braucht oder Fragen zum Verkauf des Holzes hat, kann sich an die zuständigen Revierleiter wenden. Die Kontaktdaten stehen auf der Homepage des Landratsamtes oder sind unter der Telefonnummer 07441 920-3001 beim Kreisforstamt abzufragen.

Quelle: Landkreis Freudenstadt – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Landkreis Freudenstadt

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Landkreis Freudenstadt

Alle ansehen