Landkreis Emmendingen will Sanierungen von Häusern beschleunigen
In Deutschland werden zu wenige alte Gebäude modernisiert. Das gilt auch für den Landkreis Emmendingen (Baden-Württemberg), wo etwa die Hälfte aller Häuser eigentlich saniert werden müsste. Um die Klimaziele zu erreichen, müssten jährlich mindestens zwei Prozent der Gebäude erneuert werden. Tatsächlich sind es laut Schätzungen aber nur 0,67 Prozent. Das Problem sind oft die hohen Kosten und der enorme Zeitaufwand.
Jetzt will das Team Energie Zukunft (TEZ) das Problem mit dem sogenannten Sanierungssprint angehen. Bisher liefen Modernisierungen oft mühsam ab: Ein Gewerk arbeitete, dann kam das nächste. Beim Sanierungssprint sollen eingespielte Teams stattdessen Hand in Hand arbeiten. Das funktioniert nur, wenn die Baustelle vorher ganz genau geplant ist.
Die Vorbereitungen laufen bereits. Zwei Weiterbildungen haben Fachleute aus der Architektur, dem Bauingenieurwesen, der Energieberatung und dem Handwerk über diese neue Arbeitsweise informiert. Wer Interesse hat, kann über das TEZ vergünstigte Kurse besuchen, um Sanierungssprint-Koordinator zu werden. So soll ein Netzwerk aus Experten entstehen, die Sanierungen schnell und aus einer Hand anbieten können.
Auch für die Hausbesitzer gibt es Hilfe. Im Oktober findet ein Info-Event statt. Dort können Eigentümer erfahren, wie sie Zeit, Kosten und Aufwand bei ihrer Modernisierung senken können. Experten stehen dort für Fragen bereit.
Wer Fragen zum Sanierungssprint oder zu den Weiterbildungen hat, kann sich an die Fachberater Armin Bobsien und Anton Trenkle wenden. Erreichbar sind sie unter der Telefonnummer 07641 451-1131 oder per E-Mail unter [email protected].