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Landkreis Darmstadt-Dieburg sucht alte Fotos für KI-Projekt

Copyright und Urheber siehe Landkreis Darmstadt-Dieburg

Die Kreisverwaltung will die Geschichte der Region mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zum Leben erwecken. Dafür werden Bürger gebeten, ihre alten Familienfotos zu teilen.

Die Kreisverwaltung im Landkreis Darmstadt-Dieburg (Hessen) startet ein neues Projekt namens „Sellemols im LaDaDi“. Ziel ist es, den Alltag von früher sichtbar zu machen. Gesucht werden Fotografien, die mindestens 70 Jahre alt sind und aus dem Gebiet des Landkreises stammen. Die Bilder sollen zeigen, wie das Leben vor 70, 90 oder sogar über 100 Jahren war.

Besonders interessieren sich die Verantwortlichen für echte Alltagsszenen. Gefragt sind Aufnahmen vom Leben auf dem Bauernhof, aus dem Dorf oder von der Arbeit in einer Schmiede. Klassische Porträts sind weniger wichtig. Wer alte Schätze auf dem Dachboden oder in Familienalben findet, kann diese abfotografieren oder einscannen. Die Dateien können per E-Mail an [email protected] geschickt werden. Wichtig ist, dass die Einsender die Urheberrechte an den Bildern besitzen.

Gemeinsam mit dem Kreisarchivar Jan Prößdorf werden die Fotos dann eingeordnet. Dabei helfen Informationen zu Datum, Ort und den Menschen auf den Bildern. Auch alte Geschichten, die zu den Fotos passen, sind willkommen. Eine Auswahl dieser Bilder wird dann mit Künstlicher Intelligenz digital aufbereitet und animiert. So sollen die alten Aufnahmen lebendig werden.

Die Kreisverwaltung weist jedoch darauf hin, dass die KI interpretativ arbeitet. Das bedeutet, die Technik ergänzt Details eigenständig und nutzt künstlerische Freiheiten. Die Animationen sind also nicht in jedem Detail exakt originalgetreu, sondern eine Annäherung an die Vergangenheit. Die Ergebnisse werden auf der Webseite www.ladadi.de/sellemols und auf dem Instagram-Kanal des Landkreises veröffentlicht.

Landrat Klaus Peter Schellhaas vergleicht die Geschichte der Heimat mit einem großen Puzzle, dessen Teile bei den Bürgern zu Hause liegen. Mit dem Projekt sollen diese Teile nun zusammengetragen werden.

Quelle: Landkreis Darmstadt-Dieburg – zur Originalmeldung

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