Landkreis Börde: Lkw-Verbot bei Stau auf A 2
Wer mit einem Lkw über 7,5 Tonnen unterwegs ist, muss im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) ab dem 1. September 2026 aufpassen. Wenn es auf der A 2 staut, ist das Abbiegen in bestimmte Landes- und Kreisstraßen verboten. Die neue Regelung gilt speziell für die Bereiche rund um die Anschlussstellen Alleringersleben, Eilsleben, Bornstedt, Irxleben und Magdeburg-Kannenstieg/Ebendorf.
Grund für das Verbot sind die Baustellen auf der A 2 zwischen Bornstedt und Alleringersleben. Seit März gibt es dort regelmäßig Staus. Viele Fahrer weichen dann einfach in die Dörfer aus, oft weit über die offiziellen Umleitungen hinaus. Das sorgt für massiven Ärger in den Gemeinden. Landrat Martin Stichnoth betont, dass der viele Verkehr gefährlich für Fußgänger und Radfahrer sei. Zudem hätten die schweren Wagen Probleme bei der Feuerwehr und dem Rettungsdienst gemacht und die Straßen kaputt gemacht.
Die Verkehrsministerin Lydia Hüskens erklärte bei einem Besuch in Ebendorf, dass man die Menschen vor Lärm und Abgasen schützen wolle. Es gehe nicht darum, Lkw generell aus den Orten zu verbannen, sondern nur den Ausweichverkehr bei Staus zu stoppen. Die offiziellen Bedarfsumleitungen dürfen weiterhin genutzt werden. Wenn die Polizei den Verkehr bei Vollsperrungen oder schweren Unfällen gezielt ableitet, hat diese Anweisung Vorrang vor dem Verbot.
Damit die Fahrer nicht erst im Ort merken, dass sie falsch abgebogen sind, stellt die Autobahn GmbH an den betroffenen Ausfahrten Hinweistafeln auf. Die Regelung ist zeitlich begrenzt: Sie gilt nur so lange, wie die Baustelle zwischen Bornstedt und Alleringersleben besteht. Planmäßig sollen die Arbeiten Mitte Dezember 2026 fertig sein. Danach wird geprüft, ob die Maßnahme geholfen hat, um sie eventuell bei künftigen Baustellen wieder einzusetzen.
Wie hoch die Belastung aktuell ist, zeigen die Zahlen: Zwischen Bornstedt und Irxleben fahren täglich etwa 74.500 Fahrzeuge. Fast ein Drittel davon, also rund 22.300, sind schwere Lkw.