Landkreis Börde plant Zukunft bis zum Jahr 2040
Am 19. August trafen sich Politiker, Wirtschaftsleute und Experten in der Alten Ziegelei in Hundisburg (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt). Beim sogenannten „Summer Meeting“ ging es um eine große Frage: Wie sieht der Landkreis im Jahr 2040 aus?
Im Mittelpunkt stand das Projekt „RegioStrat“. Der Landkreis Börde ist eine von nur zwölf Regionen in ganz Deutschland, die an diesem Modellvorhaben teilnehmen. Dafür gibt es eine Förderung vom Bund in Höhe von 450.000 Euro. Landrat Martin Stichnoth betonte, dass die Zukunft der Region nicht in Berlin oder Brüssel entschieden wird, sondern direkt vor Ort durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Die Vision für 2040 ist ambitioniert. Es geht darum, dass Familien im Landkreis bleiben wollen. Dafür sollen bezahlbarer Wohnraum und moderne Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch die Versorgung auf dem Land soll besser werden. Die Verantwortlichen denken an Telemedizin, mobile Arztpraxen und einen öffentlichen Nahverkehr, der digital organisiert ist und keine Abgase mehr ausstößt.
Neben der Medizin und dem Verkehr wurden auch technische Themen besprochen. Dazu gehörten Drohnen, Künstliche Intelligenz und das Galileo-Testfeld in Sachsen-Anhalt. Sogar der aktuelle Stand beim Lappwaldsee war Thema, um zu zeigen, wie der Wandel vom Bergbau hin zu neuen Nutzungen funktioniert.
Das Treffen war kein reiner Bericht über den Ist-Zustand, sondern der Startschuss für die nächsten Schritte. In den kommenden Jahren sollen nun aus den Ideen konkrete Projekte werden. Ziel ist es, die Region trotz weniger Einwohner und technischem Wandel lebenswert zu halten.
Die Ermittlungen zu den genauen Umsetzungsschritten dauern an.