Landkreis Börde fragt Vermieter nach Mietpreisen
Im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) wird derzeit ermittelt, welche Wohnungsmieten in der Gegend üblich sind. Die Kreisverwaltung will damit genau festlegen, welche Kosten für Wohnungen bei Sozialleistungen als angemessen gelten. Das ist wichtig, weil Gerichte bei Streit über die Kosten für Unterkunft ein sogenanntes „schlüssiges Konzept“ als Entscheidungshilfe verlangen.
Für die Auswertung hat der Landkreis das Forschungsinstitut DOMUS Consult aus Hamburg beauftragt. Damit die Ergebnisse wirklich stimmen, braucht die Verwaltung viele Daten. Deshalb werden in den nächsten Tagen etwa 4.000 Schreiben mit Fragebögen an potenzielle Vermieter im Kreis verschickt. Große Wohnungsunternehmen sind bereits bekannt, nun sollen auch kleinere Vermieter mitmachen.
Die Verwaltung hofft auf eine hohe Beteiligung. Je mehr Vermieter antworten, desto fairer können die Leistungen für die Menschen berechnet werden, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Das soll sicherstellen, dass die Betroffenen eine Wohnung finden, die sie sich auch leisten können. Davon profitieren laut Landkreis nicht nur die Leistungsberechtigten, sondern auch die Vermieter und die Steuerzahler.
Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und kostet nichts. Die Daten werden anonym gesammelt. Das bedeutet, dass in der fertigen Übersicht niemand sehen kann, welcher Vermieter welche Angaben gemacht hat. Der Datenschutz bleibt also gewahrt.