Landkreis Böblingen jagt Funklöcher mit neuem Plan
In vielen Teilen des Landkreises Böblingen (Baden-Württemberg) funktioniert das Handy gut. Laut Bundesnetzagentur ist die Fläche zu 98,19 Prozent mit LTE abgedeckt, bei 5G sind es 95,3 Prozent. Trotz dieser guten Zahlen gibt es in der Praxis Probleme. Viele Bürger und Gemeinden melden immer wieder Funklöcher oder eine schlechte Verbindungsqualität in bestimmten Bereichen.
Eigentlich sind die Netzbetreiber selbst dafür verantwortlich, die Masten aufzustellen und das Netz auszubauen. Damit das aber schneller und gezielter passiert, schaltet sich der Zweckverband Breitband ein. Der Verband will als Vermittler zwischen den Kommunen, den Betreibern und der Politik fungieren. Landrat Roland Bernhard betont, dass man die Mobilfunkplanung frühzeitig in die Gemeindearbeit einbeziehen muss, anstatt erst zu reagieren, wenn die Leute sich über schlechten Empfang beschweren.
Um die Problemzonen genau zu finden, sammelt der Verband derzeit Daten. Dabei werden die offiziellen Zahlen der Bundesnetzagentur mit eigenen Messungen und den Planungen der Betreiber abgeglichen. So sieht man genau, wo die Versorgung hakt und wo neue Masten nötig sind.
Ein wichtiger Punkt ist dabei die Suche nach Standorten. Der Zweckverband prüft gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, welche städtischen Flächen für neue Masten geeignet sind. Außerdem wird geholfen, Abstimmungen mit privaten Grundstückseigentümern zu klären. Laut Landrat Bernhard haben die Mobilfunkunternehmen durch diese Arbeit bereits erkannt, wo im Landkreis die größten Herausforderungen liegen, und prüfen nun zusätzliche Ausbaumaßnahmen.
Um die Zusammenarbeit zu verbessern, treffen sich alle Beteiligten in regelmäßigen Abständen. Nachdem im letzten Jahr ein Auftakttreffen stattfand, gab es auch in diesem Jahr bereits einen Austausch, um die Zusammenarbeit zu stärken und die Versorgung Schritt für Schritt zu verbessern.