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Landkreis Aichach-Friedberg kämpft gegen weniger Regionalzüge

Screenshot 2026-09-03 085619 Copyright und Urheber siehe Landkreis Aichach-Friedberg

Zwischen Augsburg und München sollen ab 2028 viele Regionalzüge gestrichen werden. Nun wehren sich die Landräte der Region gemeinsam gegen die Pläne der Bahn.

Die Bahn plant für das Jahr 2028 eine deutliche Kürzung beim Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Augsburg und München. Insgesamt sollen zwölf Zugverbindungen wegfallen. Das betrifft die Züge von Arverio, die im Auftrag des Freistaats Bayern fahren. Aktuell fahren in den Stoßzeiten drei bis vier Regionalzüge pro Stunde und Richtung. In Zukunft sollen es maximal noch zwei sein.

Fast zeitgleich plant die DB InfraGO AG jedoch, den Fernverkehr auszuweiten. Es sollen 19 zusätzliche Fahrten für die Fernzüge auf der Strecke geschaffen werden. Das bedeutet: Während die Pendler weniger Angebote haben, bekommen die Fernzüge mehr Platz auf den Schienen.

Landrat Dr. Marc Sturm aus dem Landkreis Aichach-Friedberg (Bayern) lässt das nicht auf sich sitzen. Gemeinsam mit den Landräten aus Augsburg und Dillingen sowie dem Oberbürgermeister von Augsburg hat er sich an den Vorstand der DB InfraGO gewandt. Die Politiker sagen deutlich: Die Züge sind jetzt schon extrem voll. Eine weitere Ausdünnung des Angebots sei deshalb nicht möglich.

Die Verantwortlichen stellen fünf konkrete Forderungen an die Bahn. Erstens sollen die Streichungen, besonders in den wichtigen Pendlerzeiten, zurückgenommen werden. Zweitens fordert die Region, dass die Bahn lieber in die Infrastruktur investiert – zum Beispiel durch einen Ausbau des Knotens München –, statt einfach Züge zu streichen.

Zudem soll die Bahn die Politik und den Bund dabei unterstützen, genug Geld für den Schienenverkehr zu bekommen. Die Planung von Fern- und Nahverkehr muss besser abgestimmt werden, damit der eine nicht auf Kosten des anderen ausgebaut wird. Schließlich fordern die Landräte, dass der Freistaat Bayern, Fahrgastverbände und die betroffenen Gemeinden in die Planung einbezogen werden, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.

Ob die Bahn auf den Protest der Region hört und die Pläne ändert, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Landkreis Aichach-Friedberg – zur Originalmeldung

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