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Mering plant neues Rathaus: Entwürfe sind öffentlich

Die Gemeinde Mering sucht ein neues Rathaus. Die drei besten Architektur-Entwürfe können nun in der Sparkasse besichtigt werden.

In Mering (Landkreis Aichach-Friedberg, Bayern) soll ein neues Rathaus entstehen. Für den Neubau und die Gestaltung des Umfelds gab es einen Wettbewerb. Die drei besten Entwürfe sind nun für alle Bürger öffentlich ausgestellt. Zuerst waren die Pläne bis zum 14. August 2026 in der Raiffeisenbank zu sehen. Vom 17. bis zum 31. August 2026 wird die Ausstellung in der Sparkasse Mering fortgeführt. Wer wissen will, wie das neue Gebäude aussehen könnte, kann dort während der normalen Öffnungszeiten vorbeischauen.

Den ersten Preis gewannen Harris + Kurrle Architekten aus Stuttgart zusammen mit Gänßle + Hehr Landschaftsarchitekten aus Esslingen. Ihr Entwurf gefiel der Jury vor allem deshalb, weil er sich gut zwischen dem Marktplatz, der Kirche und dem denkmalgeschützten Benefiziatenhaus einfügt. Das Gebäude soll eine gefaltete Form haben, um den Marktplatz optimal zu nutzen. Es ist geplant, dass man direkt vom Platz aus ins Bürgerbüro gelangen kann. Im Obergeschoss soll es einen großen Saal geben, der auch für andere Veranstaltungen genutzt wird. Einziger Kritikpunkt der Jury war, dass die Fassade etwas zu schlicht wirkt.

Auf dem zweiten Platz landeten Feuerstein Hammer Pfeiffer Architekten aus Lindau und Martin Kappler Landschaftsarchitektur aus Wangen. Ihr Ansatz war mutiger: Das neue Rathaus soll weit nach vorne zum Marktplatz rücken und deutlich vom Altbau getrennt sein. In der ersten Bauphase würde dadurch eine Lücke entstehen, die man erst einmal als Parkplatz nutzen könnte. Der Marktplatz wäre bei diesem Plan kleiner, was der Architekt Gerhard Feuerstein für die Wahrnehmung des Platzes sogar für besser hält.

Den dritten Platz belegten Kayser Architekten aus Aalen und Kunder3 Landschaftsarchitektur aus Leinfelden-Echterdingen. Die Jury lobte vor allem, wie die Dächer in die Umgebung passen. Allerdings war die Aufteilung im Inneren des Gebäudes hier etwas zu kompliziert.

Bürgermeister Florian A. Mayer und der Jury-Vorsitzende Rainer Hofmann betonten, dass der Bau schwierig ist. Es gibt wenig Platz, das Gelände liegt am Hang und das Rathaus muss während der gesamten Bauzeit weiterarbeiten können. Deshalb muss das Projekt in mehreren Abschnitten gebaut werden.

Ob der erstplatzierte Entwurf auch wirklich gebaut wird, steht noch nicht fest. Zwar hat das Büro aus Stuttgart einen Vorsprung, aber die Gemeinde prüft nun erst die Honorarangebote und weitere Details des Verfahrens. Erst danach fällt die endgültige Entscheidung über den Auftrag.

Quelle: Mering – zur Originalmeldung

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