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Kunstmuseum Karlsruhe wird bei Hitze zur kostenlosen Kälteinsel

Copyright und Urheber siehe Karlsruhe

Wenn das Thermometer auf 33 Grad klettert, kostet der Eintritt ins Kunstmuseum Karlsruhe ab sofort nichts mehr. Die Stadt will so den Menschen eine kühle Zuflucht bieten.

Wer in Karlsruhe (Baden-Württemberg) keine Klimaanlage zu Hause hat, kann nun auf das Kunstmuseum ausweichen. Das Haus wird ab sofort dauerhaft als sogenannte Kälteinsel genutzt. Die Regel ist einfach: Wenn der Deutsche Wetterdienst für einen Tag eine Temperatur von 33 Grad Celsius oder mehr vorhersagt, ist der Eintritt für alle Besucher kostenlos.

Die Stadt informiert in solchen Fällen über ihre Website und in den sozialen Netzwerken. Die Idee kommt aus einem städtischen Hitzeaktionsplan, der festlegt, dass klimatisierte öffentliche Gebäude bei extremer Hitze für die Bürger geöffnet werden sollen.

Ein erster Testlauf Ende Juni war bereits ein voller Erfolg. Vom 25. bis zum 28. Juni öffnete das Museum kurzfristig seine Türen. Rund 2.500 Menschen nutzten das Angebot, um der Hitze zu entkommen. Besonders die „Kid’s Zone“, in der Kinder lesen oder mit LEGO bauen können, kam gut an. Die vielen positiven Rückmeldungen im Gästebuch und im Netz führten dazu, dass die Stadt die Aktion nun dauerhaft einführt.

Aktuell können Besucher im Museum die Sonderausstellung „Expressiv! Grafik von Dürer bis Schlichter“ sowie die Sammlungsschau „Update!“ sehen. Die Ausstellung „Tino Zimmermann. Neue Deutsche Malerei“ ist übrigens auch dann kostenlos, wenn es nicht 33 Grad warm ist. Neben Führungen am Freitag und Sonntag gibt es einen Kinderaudioguide und einen Tisch für Origami-Kunst.

Karlsruhe ist damit nicht die einzige Stadt, die so auf das Klima reagiert. In Erfurt gibt es seit Juni eine ähnliche Regelung, und auch in Basel gab es kürzlich kostenlose Angebote für Senioren.

Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung

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