Kulturpreis für Petra Sachs-Gleich in Kressbronn
Es war ein warmer Freitag mit viel Sonnenschein, als Landrat Luca Prayon am 10. Juli auf der Hofanlage Milz in Kressbronn-Retterschen (Bodenseekreis, Baden-Württemberg) stand. Er überreichte dort den Kulturpreis des Bodenseekreises an Petra Sachs-Gleich. Die Auszeichnung ist mit einem Geldpreis von 5.000 Euro dotiert.
Sachs-Gleich hat sich vor allem um den Erhalt und die Pflege der Hofanlage Milz verdient gemacht. Damit hat sie einen wichtigen Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur geleistet. Stefan Köhler, der Geschäftsführer der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, lobte sie in seiner Rede. Er hob hervor, dass sie einen Verein zur Erhaltung der Anlage aufgebaut hat und sich stark für das Denkmal einsetzt. Zudem könne sie sehr gut Gelder für solche Projekte beschaffen.
In ihrer Dankesrede machte die Preisträgerin klar, was mit dem Geld passiert: Die 5.000 Euro fließen direkt zurück in den Erhalt der Hofanlage. Es gebe dort immer Arbeit zu erledigen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten Walter Ruf und seine Wirtshausmusikanten, die mit ihrem Stück „Chattanooga Choo Choo“ gut bei den Gästen ankamen.
Dies war die 18. Vergabe des Kulturpreises. Über den Preis entscheidet jedes Jahr der Beirat der Kunst- und Kulturstiftung des Bodenseekreises. Die Tradition begann im Jahr 2003 mit dem Maler Diether F. Domes. In Kressbronn gab es den Preis bereits zuvor: 2009 erhielt ihn die Kulturgemeinschaft Kressbronn und 2015 der Historiker Elmar L. Kuhn.